OLDENBURG - Für den deutschen Basketball-Meister EWE Baskets hängen die Körbe bei der ersten Teilnahme in der Euroleague zu hoch. Die 49:62 (26:31)-Heimniederlage am Mittwoch gegen Khimki Moskau bedeutete das Ausscheiden der Oldenburger aus der Königsklasse. Die Rebound-Überlegenheit der Gäste und die eigenen Probleme in der Offensive waren zu groß gewesen.

Für Verwunderung sorgte dabei Baskets-Trainer Predrag Krunic, der statt der beiden erfahrenen Aufbauspieler Brian Bailey und Jason Gardner, der nach der Partie in Mailand erst das zweite Mal nach seiner Verletzung wieder im Kader stand, Daniel Hain in die erste Fünf berief.

Krunic hatte auf die „gute Energie“ des 24-Jährigen in der Defensive gehofft, erklärte der Trainer nach dem Spiel – stattdessen hatte dieser aber Probleme im Spielaufbau. Die Baskets-Partie lief besser, als Bailey nach vier Minuten für Hain kam und endlich ein wenig Organisation ins Spiel brachte. Nachdem Krunic nach zwölf Minuten Gardner einsetzte, ging ein Ruck durch das Team. Fans und Mannschaft wirkten durch die Anwesenheit des Kapitäns auf dem Feld erstmals wirklich motiviert – und Gardner enttäuschte nicht.

Als die Gäste vor der Halbzeit auf 31:26 davonzogen und diesen Lauf danach fortsetzten, wirkte jedoch auch der Gardner-Effekt nicht mehr. Zwar brachte Krunic ihn nach 26 Minuten wieder ins Spiel, doch nun passte sich der Kapitän dem Stil der lustlos wirkenden Kollegen an. „Zwar bringt so ein Comeback neue Energie, aber ich muss erstmal meinen Rhythmus finden“, erläuterte Gardner nach der Niederlage, die das Aus bedeutete. Oldenburg kann die viertplatzierten Mailänder, die am Donnerstag Gdingen 82:69 besiegten, auch theoretisch nicht mehr abfangen.

Spannend bleibt, wen Krunic an diesem Sonnabend in Weißenfels auflaufen lässt. Vielleicht wollte er durch den Start von Hain nicht zu viel über die Zukunft Baileys, dessen Vertrag am 20. Dezember ausläuft, und seine Anfangsformation in Weißenfels verraten. „Wir entscheiden uns am Spieltag“, sagte Krunic.

Freude herrschte trotz Niederlage bei Rickey Paulding und Ruben Boumtje Boumtje. Beide stehen am 23. Januar 2010 neben Heiko Schaffartzik (Braunschweig), Julius Jenkins (Alba Berlin) und Jeff Gibbs (Eisbären Bremerhaven) in der Anfangsfünf des Allstar-Teams des Nordens. Für den Süden starten Robin Benzing, Per Günther (beide Ulm), Tim Ohlbrecht, Chris Ensminger und Jared Jordan (alle Bonn).

NWZ TVzeigt einen Beitrag vom Baskets-Spiel gegen Moskau unter

www.NWZonline.de/nwztv