Oldenburg/München - Die Basketballer der EWE Baskets Oldenburg kämpfen an diesem Samstag (16.30 Uhr) beim Bundesliga-Finalturnier in München um den Einzug ins Halbfinale, Werder Bremen bangt fast zeitgleich in Mainz (15.30 Uhr) um den Klassenhalt in der Fußball-Bundesliga: Für Peter Mydla wird es ein ganz spannender Nachmittag, den er so schnell wohl nicht vergisst.
Denn der 57-jährige Oldenburger ist nicht nur glühender Fan der Baskets und 2. Vorsitzender des Fanclubs „Flying Moins“, sondern auch leidenschaftlicher Werder-Anhänger und Mitglied bei den „Grün Weiss Shooters“ aus Bremen. Dementsprechend gebannt blickt er am Samstag nach München und Mainz. „Ich werde mit Werder beginnen und dann die Baskets dazuschalten“, verrät Mydla seinen Plan für den Nachmittag.
Sollten die Bremer gegen Mainz verlieren und Düsseldorf zuhause gegen Augsburg gewinnen, ist der Abstieg der Grün-Weißen bereits am vorletzten Spieltag besiegelt. „Das wäre bitter. Für mein Werder-Herz wäre das schwer zu verkraften“, sagt Mydla, der seit 30 Jahren eine Dauerkarte besitzt und in dieser Zeit schon viele Höhen und Tiefen mit Werder durchlebt hat. Aber so sei nun mal der Sport, weiß auch der 57-Jährige.
Dafür läuft es bei seinem zweiten Herzensclub deutlich besser. Nach dem 86:81-Erfolg über Brose Bamberg haben sich die Baskets für das Viertelfinal-Rückspiel eine gute Ausgangsposition erspielt. Dabei war Mydla zuvor – so wie viele andere Basketball-Fans – skeptisch bezüglich der Sinnhaftigkeit eines Zehner-Turniers. „Hätte man mich vorher gefragt, wie ich zu dem Turnier stehe, hätte ich gesagt, das interessiert mich nicht“, gibt er zu. Mittlerweile habe sich seine Meinung geändert: „Ich bin positiv überrascht, auch wie gut das Niveau nach der lange Pause ist. Ich habe alle Baskets-Spiele gesehen, wenn es zeitlich gepasst hat, habe ich auch die übrigen Partien gesehen – ich habe nur zwei oder drei verpasst“, erzählt Mydla, der entweder mit der Familie oder auch mit Freunden unter Einhaltung der Corona-Regeln die Spiele in München aus der Ferne verfolgt hat: „Es hat Spaß gemacht, zuzuschauen.“
Sollte Oldenburg ins Halbfinale einziehen, droht wohl Alba Berlin als Gegner. „Ich bin gespannt, wie sich unsere Jungs noch schlagen. Ich traue ihnen einiges zu“, ist der 2. Vorsitzende der „Flying Moins“ optimistisch – auch wenn es schwer wird. Schließlich setzten sich die Berliner seit 2006 in sechs Playoff-Vergleichen mit den Baskets sechsmal durch. „Aber vielleicht haben wir ja mal Glück“, hofft Mydla auf die Bewältigung des „Alba-Berlin-Traumas“.
