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Basketball Oldenburgs Gegner fällt aus der Reihe

OLDENBURG - Erstliga-Basketball verläuft in Deutschland vielfach nach folgendem Muster: Ein Bundesligist verfügt in einer mittleren Großstadt über eine feste Spielstätte, hat über Jahre hinweg den selben Hauptsponsor (der häufig auch im Vereinsnamen auftaucht), und an der Seitenlinie steht als Trainer ein erfahrener Ex-Profi – entweder aus den USA oder aus den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens.

Heimat gefunden

Beim Mitteldeutschen BC aus Weißenfels, der an diesem Freitag (20 Uhr, EWE-Arena) zum Bundesliga-Duell bei den EWE Baskets in Oldenburg antritt, war bzw. ist das alles ein bisschen anders. Das Team aus der Kleinstadt (30  000 Einwohner) in Sachsen-Anhalt hat inzwischen in der Weißenfelser Stadthalle eine echte Heimat gefunden, nachdem in der Vergangenheit auch Heimspiele in Spergau (Sachsen-Anhalt) und Leipzig (Sachsen) ausgetragen worden waren.

Mit den Sponsoren klappte es auch lange nicht so wie gewollt, 2004 musste die Trägergesellschaft des Clubs Insolvenz anmelden, es folgte der Zwangsabstieg in die 1. Regionalliga. Inzwischen steht der Verein aber auf einer soliden Basis, 2009 folgte die Rückkehr in die Bundesliga.

So weit, so normal. Etwas Außergewöhnliches leisten sich die Weißenfelser aber weiterhin: Trainer Björn Harmsen ist gerade einmal 27 Jahre alt und damit jünger als viele seiner Spieler. Im Bundesliga-Geschäft gilt der gebürtige Göttinger inzwischen dennoch als erfahrener Mann. Immerhin hatte er bereits 2007 im Alter von nur 25 Jahren die Mannschaft von Science City Jena in die Bundesliga geführt.

„Wir treffen auf ein gefährliches Team, das eine sehr gute erste Saison spielt“, sagt Baskets-Trainer Predrag Krunic über den Gegner. Wie gefährlich Weißenfels sein kann, erfuhren die Oldenburger im Hinspiel. Am 19. Dezember 2009 gab es auswärts eine 65:74-Niederlage.

Kashirov bester Werfer

Bester Werfer bei den Gästen ist Anatoly Kashirov, der im Schnitt knapp 12 Punkte erzielt. Der bekannteste Akteur ist aber ein anderer. Guido Grünheid spielte bereits bei den Köln 99ers und Alba Berlin. In die Nationalmannschaft ist der 27-Jährige allerdings schon seit zwei Jahren nicht mehr berufen worden.

Wie viele andere Bundesligisten auch hat der Favorit aus Oldenburg nach der Partie nur kurz Zeit zum Ausruhen. Bereits am Sonntag (18 Uhr, EWE-Arena) steht das Duell gegen Ulm an. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten sind die Baskets an diesem Wochenende aber in der angenehmen Situation, zweimal zu Hause anzutreten. Die Weißenfelser dagegen reisen danach weiter zum nächsten Gegner nach Trier.

Hauke Richters
Hauke Richters Sportredaktion (Leitung)
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