OLDENBURG - Den EWE Baskets droht das Aus im Halbfinale der Bundesliga-Playoffs. Die Oldenburger unterlagen im zweiten Spiel der Serie gegen Alba Berlin am Donnerstagabend vor 3148 Zuschauern in der ausverkauften EWE-Arena mit 66:79 (35:29). Die dritte Partie findet an diesem Sonntag (17.30 Uhr, BBL-TV) in der Max-Schmeling-Halle statt. Drei Siege sind zum Erreichen des Endspiels nötig. Der siebenfache Meister hatte die erste Begegnung 86:79 gewonnen.
Angetrieben von ihren begeisterten Anhängern demonstrierten die Oldenburger von Beginn an ihre Heimstärke und legten ein bemerkenswert hohes Tempo vor. Die Berliner hatten Mühe, dem schnellen Angriffsspiel zu folgen und fanden gegen die perfekten Team-Basketball zelebrierenden Gastgeber kein wirksames Mittel.
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Kräfteverschleiß bei Gardner und Paulding spürbar
Zudem nutzten die Oldenburger Korbschützen perfekt ihre Wurfmöglichkeiten. Rickey Paulding eröffnete das Trefferspektakel mit einem Dreier und legte zwei Freiwürfe nach. Jason Gardner und Branimir Longin ließen jeweils einen Dreier folgen (11:3/4.). Die Zuschauer sahen eine diszipliniert verteidigende Mannschaft, die das erste Viertel mit 21:14 gewann. Predrag Krunic bewertete diese Phase allerdings als Wendepunkt. Wir haben das Spiel in dieser Phase verloren, weil wir unsere Überlegenheit nicht genutzt haben, um den Vorsprung auszubauen, sagte der Baskets-Trainer.
Schon im zweiten Abschnitt sahen sich die Baskets der verstärkten Gegenwehr des Favoriten ausgesetzt. Die Wurfauswahl war aufgrund der aggressiveren Verteidigung von Julius Jenkins und Goran Nikolic eingeschränkt, der Vorsprung schmolz bis zur Pause auf 35:29.
Im traditionell schwachen dritten Viertel kämpften die Baskets vor allem mit ihren Nerven. Die Berliner fanden dagegen ins Spiel und trafen zuverlässiger. Mit 36:35 (23.) ging Alba erstmals nach langer Zeit wieder in Führung.
Der Titelfavorit hatte den Außenseiter nun fest in den Klauen und ließ ihn nicht mehr los. Mit 15:26 verloren die Oldenburger den dritten Abschnitt, was im Gesamtresultat den 50:55-Rückstand bedeutete. Im umkämpften Schlussviertel bissen sich die Baskets wieder ins Spiel zurück und verkürzten auf 54:55 (32.). Die Berliner ließen sich aber davon nicht beeindrucken und schlugen zurück.
