Oldenburg - Die Oldenburger Basketball-Festtage gehen weiter: Fünf Tage nach dem sensationellen Pokalsieg in eigener Halle begeisterten die EWE Baskets auch bei ihrer Rückkehr in den Liga-Alltag und feierten am Freitagabend einen verdienten 74:66 (38:26)-Erfolg im Spitzenspiel gegen RP Ulm. Vor 5353 Zuschauern in der großen Arena avancierte Casper Ware mit 24 Punkten zum überragenden Mann und führte seine Mannschaft zu einem wichtigen Sieg im Kampf um die Playoffs. Bereits an diesem Sonntag (17 Uhr) haben die Baskets beim MBC Weißenfels die Gelegenheit, nachzulegen.
„Wir waren von Anfang an zu 100 Prozent da, haben aber in der zweiten Halbzeit nachgelassen. Am Ende haben wir uns den Sieg mit Wille und Leidenschaft verdient“, sagte Baskets-Trainer Mladen Drijencic und lobte Matchwinner Ware: „Casper hat im Pokal gezeigt, was er kann. Mit seiner Leistung hat er sich selbst und das Team belohnt.“
Drijencic hatte der gleichen Startformation wie im Pokalfinale gegen Bamberg vertraut, so durfte Center Philipp Neumann erneut von Beginn an ran. Obwohl Neumann die meisten Rebounds in seinem Team sammelte (acht), kam der 23-Jährige im Schlussviertel nicht mehr zum Einsatz. „Er war heute nicht der Philipp Neumann, den wir kennen. Er hat in der Defensive einige Fehler gemacht“, erklärte Drijencic.
Vor Spielbeginn hatten die Oldenburger noch einen Blick auf die am vergangenen Wochenende gewonnene Trophäe werfen dürfen, als sie beim Einlaufen direkt am auf dem Parkett ausgestellten Pokal vorbeikamen. Und die Motivationsspritze verfehlte ihre Wirkung nicht, die Baskets nahmen sofort Fahrt auf.
Den Auftakt machte der Kapitän höchstselbst: Rickey Paulding traf in der Anfangsphase wie er wollte und sorgte im Alleingang für ein 7:1 nach vier Minuten. So ging es weiter, den Oldenburgern gelang in den ersten zehn Minuten fast alles – die Gastgeber spielten die Ulmer zeitweise schwindelig und ließen die Gäste durch eine engagierte und aufmerksame Verteidigung kaum zur Entfaltung kommen. Nachdem der wie aufgedreht agierende Spielmacher Ware das erste Viertel mit zwei schönen Einzelaktionen zum 20:9 abgeschlossen hatte, erhoben sich die Anhänger spontan von ihren Sitzen und klatschten begeistert.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts präsentierten sich die Ulmer verbessert und verkürzten den Rückstand auf fünf Zähler (26:21/14. Minute). Drijencic reagierte mit einer Auszeit und brachte seine Spieler zurück in die Spur.
Kurz nach Wiederbeginn lagen die Oldenburger satte 17 Zähler vorn (51:34/23.), ehe sie komplett den Faden verloren. Ulm holte auf, der Baskets-Vorsprung schrumpfte auf nur noch einen Zähler zusammen (67:66/38.). „Wir haben nicht mehr so aggressiv verteidigt und uns zu sehr auf unseren Wurf von außen verlassen“, monierte Drijencic, der am Ende des unverhofft zum Krimi gewordenen Spiels aber jubeln durfte: Chubb sorgte mit seinem Treffer zum 71:66 für die Entscheidung.
