QUAKENBRüCK - Nach einem Stotterstart sind die Artland Dragons in der Basketball-Bundesliga (BBL) inzwischen auf die Überholspur gewechselt und mit ihrem vierten Sieg in Serie auf Platz zwei gestürmt. Der Pokalsieger gewann am Sonntagabend gegen das Überraschungsteam von RP Ulm 84:80 und ist nun mit 10:6 Punkten erster Verfolger des spielfreien Spitzenreiters Alba Berlin (10:2). Aufsteiger Giants Nördlingen hat seinen Anfangsschwung verloren und mit dem 60:79 bei den Giants Düsseldorf innerhalb von drei Tagen die zweite Niederlage kassiert. Im Kellerduell feierten die Gießen 46ers einen 90:84-Erfolg gegen die Eisbären Bremerhaven, die weiterhin am Tabellenende liegen.
3000 Zuschauer in der ausverkauften Artland-Arena sahen eine völlig verrückte Partie. Nach dem ersten Viertel führten die Gäste mit 17 Punkten (30:13), um dann total einzubrechen und nach drei Abschnitten mit neun Zählern zurückzuliegen. In den letzten zehn Minuten kämpften sich die Ulmer zwar wieder zurück. Die Drachen, bei denen Adam Hess (22) bester Werfer war, retteten den Sieg aber über die Zeit.
Bei den Bremerhavenern spitzt sich die Krise weiter zu. Drei Tage nach der Niederlage im Nordduell gegen die Artland Dragons zogen die Eisbären auch in Gießen den Kürzeren und bleiben mit 2:12 Punkten Tabellenletzter. Vor 3625 Zuschauern war Michael Umeh mit 24 Punkten treffsicherster Schütze bei den finanziell angeschlagenen Hessen, über dessen sportliche Zukunft die BBL am Mittwoch entscheiden will. Für Bremerhaven erzielte Marcus Slaughter (21) die meisten Punkte.
Unterdessen haben sich die Eisbären mit sofortiger Wirkung vom lettischen Flügelspieler Ivars Timermanis getrennt. Beide Parteien einigten sich über einen entsprechenden Auflösungsvertrag.
Zurück auf den Erfolgsweg hat auch Vizemeister Bonn gefunden. Die Baskets ließen dem Sieg in Tübingen vom Freitag einen 90:72-Erfolg im Derby gegen Köln folgen und haben nun 8:6 Zähler auf dem Konto. Bei den Bonnern kam Winsome Frazier auf 22 Punkte, Ken Johnson stellte mit acht Blocks einen neuen Saisonrekord auf. „Wir haben uns das Leben lange selbst schwer gemacht, am Ende aber wieder zugelegt und verdient gewonnen“, sagte Bonns Trainer Michael Koch.
