SAN ANTONIO - Dirk Nowitzki hat wohl bald Urlaub. Nach der dritten Niederlage der Dallas Mavericks gegen die San Antonio Spurs steht Deutschlands Basketball-Superstar vor dem frühzeitigen Playoff-Aus. Die „Mavs“ verloren Spiel vier mit 89:92 und stehen in der Serie, in der vier Siege zum Weiterkommen nötig sind, beim Stand von 1:3 mit dem Rücken zur Wand. „Ich werde kämpfen, bis es vorbei ist“, produzierte selbst Nowitzki nur Durchhalteparolen.

Nur acht Teams schafften es in der nordamerikanischen Profiliga NBA, einen 1:3-Rückstand in den Playoffs zu drehen. 181-mal setzte sich dagegen die in Führung liegende Mannschaft durch. Immerhin ist „Mavs“-Trainer Rick Carlisle einer der wenigen, dem die Wende in einer solchen Situation mit den Detroit Pistons schon gelungen ist.

Doch die „Mavs“ bleiben ein Verlierer-Team, spotten die Beobachter in den USA. „Die Spurs sind ein Club mit einer Titel-Geschichte, der weiß, wie man gewinnt, während Dallas immer Wege findet, zu verlieren“, lästerte die „Dallas Morning News“, nachdem Nowitzki und Co. einen 15-Punkte-Vorsprung verschenkt hatten.

Mit einem katastrophalen dritten Viertel (11:29) brachte sich der Vizemeister von 2006 um jede Siegchance, und das, obwohl bei den Spurs die Stars Tim Duncan (4 Punkte), Tony Parker (10) und Manu Ginobili (17) einen schwachen Tag erwischt hatten.

Dabei hätte der dritte Abschnitt für die Gäste kaum besser beginnen können. Caron Butler traf per Dreier zum 51:37 und brachte die 18   581 Zuschauer zum Schweigen. Aber dann erhöhten die Hausherren den Druck, zogen mit einem 29:8-Lauf davon und entschieden die Partie.