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Änderungen Schiedsrichter bekommt Hilfe

Hauke Richters
Hauke Richters Unseren Agenturen

Oldenburg - Mit einigen Änderungen auf und neben dem Feld startet die Basketball-Bundesliga an diesem Donnerstag in die neue Saison. Die Telekom zeigt im Internet alle Spiele der Hauptrunde sowie sämtliche Playoff-Partien live. Gleichzeitig verlängerte der Ligaverband BBL mit dem frei empfangbaren Sender Sport 1 die Zusammenarbeit.

Die Münchner zeigen bis zu 48 Spiele. Das Paket beinhaltet 34 Hauptrunden-Partien sowie 14 der Playoffs. Dazu gehören auch zwei Spiele der Finalserie. Da die Entscheidung frühestens im dritten Finalspiel fällt, ist diese dann nur im (kostenpflichtigen) Angebot der Telekom zu sehen.

Kameras in allen Hallen

Da die Telekom bei allen Partien mit Kameras vor Ort ist, führt die BBL mit Saisonbeginn den Videobeweis ein. Das war schon für die vergangenen Spielzeit geplant gewesen, scheiterte damals aber an den fehlenden technischen Voraussetzungen. Am ersten Spieltag soll das Verfahren getestet werden, ehe es ab dem zweiten Spieltag zum Standard gehören soll. Die BBL erhofft sich von der Neuerung einen „großen Gerechtigkeitsgewinn“, sagte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer.

Beim Videobeweis wird auf zwei Arten verfahren. Zum einen können die Schiedsrichter das „Instant Replay“ nutzen, also bei einer sofortigen Wiederholung der Bilder eine strittige Szene noch einmal betrachten. Geklärt werden kann damit beispielsweise, ob die Angriffszeit bei einem Wurf bereits abgelaufen war oder ob ein Schütze bei einem vermeintlichen Drei-Punkte-Wurf die entsprechende Linie doch übertreten hatte.

Allerdings sollen die Unparteiischen die Möglichkeiten nur sehr dosiert und in wirklich strittigen Szenen einsetzen. Pommer: „Es soll nicht so sein, dass jede zweite Entscheidung überprüft wird. Ich denke, das wird nicht öfter als 50 Mal in der kompletten Saison zum Einsatz kommen.“

Zudem dürfen die Fernsehbilder auch im Nachhinein genutzt werden, um zum Beispiel über nachträgliche Sperren bei nicht geahndeten Fouls zu entscheiden.

Neue Auszeit-Regel

Auf dem Feld ändert sich ebenfalls einiges. Holt das angreifende Team einen vom Korb zurückspringenden Ball, hat es für den neuerlichen Angriff jetzt nur noch 14 statt 24 Sekunden Zeit. Laut BBL soll das Spiel damit schneller gemacht werden. Nach einem Technischen Foul erhält eine Mannschaft nun nur noch einen statt bislang zwei Freiwürfe. Danach wird das Spiel wie gehabt mit einem Einwurf an der Mittellinie fortgesetzt. Eine andere Änderung betrifft die Auszeiten: Von den drei Auszeiten in der zweiten Hälfte darf jede Mannschaft jetzt nur noch bis zu zwei Auszeiten in den letzten beiden Minuten des Schlussviertels nehmen. Bislang gab es keine Einschränkung.

Hauke Richters
Hauke Richters Sportredaktion (Leitung)
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