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NWZonline.de Sport Basketball

Spaß-Spiel nimmt kurioses Ende

25.03.2019

Trier Am Ende wurden selbst die Trainer nicht verschont. Weil es beim Allstar-Spiel der Basketball-Bundesliga (BBL) am Samstagabend in Trier zwischen den Mannschaften der deutschen und ausländischen Profis nach der regulären Spielzeit 142:142 lautete und sich bei allen Beteiligten das Bedürfnis nach einer fünfminütigen Verlängerung in Grenzen hielt, war Improvisationskunst gefragt.

Nach kurzer Absprache mit den Schiedsrichtern einigte man sich darauf, die Entscheidung des Show-Spiels per Shootout von der Dreipunktelinie herbeizuführen. Wie beim Elfmeterschießen im Fußball wurden fünf Schützen von jedem Team nominiert, die nacheinander von jenseits der 6,75 Meter auf den Korb warfen – zur Freude der 5000 Zuschauer schritten schließlich auch die Trainer zur Tat.

„Ich weiß gar nicht mehr, wie man überhaupt einen Basketball wirft – es ist zu lange her“, meinte Rasta Vechtas spanischer Coach Pedro Calles schmunzelnd, kurz bevor er im weißen Hemd den entscheidenden Versuch für das „Team International“ vergab. So konnte es Mladen Drijencic von den EWE Baskets Oldenburg verschmerzen, dass sein Wurf zuvor ebenfalls das Ziel verfehlt hatte. Das von ihm trainierte „Team National“ setzte sich im Dreier-Shootout durch und behielt damit auf kuriose Weise zum zweiten Mal im elften Duell mit den ausländischen BBL-Profis die Oberhand.

„So ein Allstar-Spiel habe ich noch nicht erlebt. Das war ein großer Spaß“, sagte Oldenburgs Kapitän Rickey Paulding, für den es bereits die achte Teilnahme an dem diesmal von vielen Absagen überschatteten Show-Event war. Aufgrund der Belastung in internationalen Wettbewerben und des engen Terminkalenders waren keine Spieler des FC Bayern und von Alba Berlin dabei. Auch Alba-Trainer Aito Garcia Reneses, der die internationale Mannschaft trainieren sollte, sagte seine Teilnahme ab.

Kommentar

Eine Farce

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Christopher Deeken

Für eine Sitzplatzkarte beim Allstar-Day in Trier mussten die Zuschauer zwischen 25 und 50 Euro auf den Tisch legen. Was sie dafür geboten bekamen, war nichts weiter als eine Farce.

Sicher: Die Spieler und Trainer, die da waren, hatten Spaß und gaben ihr Bestes, um das Publikum zu unterhalten. Im Grunde aber machten sie lediglich gute Miene zum bösen Spiel. Denn ein Allstar-Day ist kein Allstar-Day, wenn die größten Stars von Berlin und Bayern gar nicht dabei sind.

Die Liga hat die Absagen-Flut selbst provoziert, indem sie das Marketing-Event von Januar in den März verlegte. Nach den Erfahrungen aus diesem Jahr sollte sie auch so konsequent sein, den Allstar-Day einzustampfen.

Christopher Deeken über den Allstar-Day der

Basketball-Bundesliga

Paulding war einer von drei Baskets-Spielern im „Team International“. Er erzielte neun Punkte, Will Cummings kam auf 16 Zähler, Rasid Mahalbasic auf sechs Punkte (11 Vorlagen). Die Vechtaer TJ Bray und Austin Hollins steuerten neun beziehungsweise sechs Zähler bei. Hollins hatte vor dem Spiel für die spektakulärsten Flugstunden gesorgt und den Dunking-Wettbewerb gewonnen. Im Dreipunkte-Wettbewerb setzte sich Ulms Per Günther vor Philipp Schwethelm durch.

Schwethelm, vierter Oldenburger Allstar (17 Punkte), hatte mit dem „Team National“ zur Halbzeitpause des ohne defensives Engagement geführten Spiels noch deutlich mit 65:88 zurückgelegen. Zur Aufholjagd trug auch eine freche Aktion von Drijencic bei: Zu Beginn des dritten Viertels übernahm der Oldenburger Coach kurz die Rolle des Schiedsrichters, pfiff beim Gegner sogleich einen Schrittfehler ab und leitete damit einen erfolgreichen Angriff seiner Mannschaft ein.

Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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