Bamberg/Frankfurt - Die Baskets Bamberg haben sich mit einem deutlichen Ausrufezeichen die Finalteilnahme der Basketball-Bundesliga gesichert. Der Titelverteidiger deklassierte den FC Bayern am Sonntagabend im dritten Playoff-Halbfinale mit 96:65 (49:20) und entschied die „Best-of-five“-Serie mit 3:0 für sich.
Vor 6800 Zuschauern, darunter auch NBA-Profi Dennis Schröder, war Nationalspieler Daniel Theis mit zwölf Zählern der beste Werfer der wieder einmal überragenden Oberfranken. Für die erschreckend schwachen Münchner punktete Anton Gavel (13) am erfolgreichsten. Im anderen Halbfinale führt RP Ulm mit 2:1 gegen die Frankfurt Skyliners. Die Finalserie beginnt am kommenden Sonntag in Bamberg.
Für München ging eine ohnehin enttäuschende Saison mit einem Tiefpunkt zu Ende. Trotz der peinlichen Vorstellung seiner Mannschaft, die im Februar vor Heimkulisse das Pokalfinale verloren hatte, wird Trainer Svetislav Pesic wohl weitermachen.
Der 66-jährige Serbe hatte Mitte März zwar erklärt, dass er nach dieser Saison „zu 99 Prozent“ aufhöre, sagte aber vor dem Spiel am Sonntag: „Ich bin zu 99 Prozent mindestens eine Saison weiter Trainer bei Bayern.“
Die Bamberger, die zum sechsten Mal in sieben Jahren in der Finalserie stehen, dominierten München nach Belieben und hatten die Partie bereits zur Pause entschieden. Die zweite Halbzeit geriet zum reinen Schaulaufen.
Im zweiten Halbfinale meldete sich Frankfurt eindrucksvoll gegen Ulm zurück. Durch den 85:54 (42:30)-Erfolg am Sonnabend im dritten Match der Serie verkürzten die Hessen auf 1:2 und erhielten sich die Chance auf den Einzug ins Finale. Dennoch kann Ulm an diesem Dienstag (19.30 Uhr) mit einem Erfolg die Endspielteilnahme sichern.
Ulm erwischte zwar den besseren Start, bekam aber früh Foulprobleme auf den großen Positionen. Dadurch fiel das Spiel der Gäste auseinander. Ein 16:1-Lauf der Frankfurter im dritten Viertel brachte die Vorentscheidung. „Wir haben getan, was wir tun mussten, um ein viertes Spiel zu erzwingen“, sagte Frankfurts Coach Gordon Herbert, für dessen Team Jordan Theodore die meisten Punkte erzielte (12). Per Günther und Chris Babb erzielten jeweils zehn Zähler für die Ulmer, die im Viertelfinale Oldenburg bezwungen hatten.
