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NWZonline.de Sport Basketball

Ex-Nationalspieler Per Günther: Wie er über das Finalturnier in München denkt

05.06.2020

Ulm /Oldenburg Per Günther ist kein Basketballer, der seine mitunter auch kritische Meinung zurückhält. Dass er und zahlreiche weitere Bundesliga-Profis für das am Wochenende beginnende Finalturnier streng in einem Münchner Hotel abgeschottet werden, ist für den Ex-Nationalspieler aber kein Problem. Dafür hat Günther schon ganz andere Dinge erlebt. „Mit Jugendnationalmannschaften bin ich elf Jahre hintereinander wochenlang durch rumänische Zwei-Sterne-Hotels getingelt“, erzählt der 32-Jährige von RP Ulm.

An diesem Samstag startet Ulm gegen Bayern München in das Turnier mit zehn Mannschaften. Am Montag (20.30 Uhr) geht es dann gegen die EWE Baskets Oldenburg. Rund drei Wochen werden die Spieler in einem Vier-Sterne-Hotel nahe des Olympiazentrums kaserniert. Günther geht von einem holprigen Start aus. Derzeit sei die Erwartungshaltung nicht so hoch wie sonst. „Es fühlt sich an, als wäre weniger Druck da, weil es bizarre Voraussetzungen sind für sportliche Höchstleistungen.“

Der 32-Jährige stand dem Turnier anfangs kritisch gegenüber. „Ich habe nicht richtig verstanden, wie das umsetzbar sein kann.“ Günther sieht aber auch die finanziell angespannte Lage der Clubs. Mittlerweile sei das Turnier umsetzbarer als es ihm vorher erschien. Allgemein sei es eine komfortable Situation für die Spieler im Gegensatz zu vielen anderen in der Gesellschaft.

Günther gilt als Publikumsliebling und wird für seine Meinung geschätzt. Um dem Verein zu helfen, verzichteten Günther und seine Mannschaftskollegen in der Corona-Unterbrechung auf einen Teil ihres Gehalts. Erst am Mittwoch machte er mit einem Tweet auf sich aufmerksam, in welchem er Bundesliga-Spieler motiviert hatte, sich gegen Rassismus zu positionieren: „Die ersten 10 000 an Strafe gehen auf mich.“ BBL-Geschäftsführer Stefan Holz hatte zunächst erklärt, Proteste seien verboten. Inzwischen hat der BBL-Boss das aber zurückgenommen.

Neben Günther positionierten sich auch weitere Spieler und Clubbosse gegen die Aussage von Holz. „Der Kampf gegen Rassismus ist die Pflicht eines jeden, wie ich finde“, sagte Rasta Vechtas Clubchef Stefan Niemeyer und kündigte an, zu 100 Prozent hinter den Spielern zu stehen, wenn sie sich in diesem Sinne engagieren würden. „Wir stellen uns gegen Rassismus! Diese Grundhaltung ist keine politische Botschaft, sie ist ein nicht zu verhandelnder Konsens und Teil unserer DNA. Wir lassen unsere Spieler nicht im Regen stehen. Schon gar nicht jetzt!“, meinte Herrmann Schüller, Clubchef der Oldenburger.

Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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