Vechta - Während an diesem Sonnabend die Playoffs losgehen, beginnen für die Spieler von Rasta Vechta in dieser Woche nur die Ferien. Es war das große Ziel des Basketball-Zweitligisten, nach einem Jahr im Oberhaus möglichst schnell dorthin zurückzukehren. Als Zehnter wurden die Playoffs allerdings verpasst.

„Das Team hatte zwei Gesichter. Es war in der Lage, Mannschaften von oben zu schlagen wie Gießen, aber auch gegen Cuxhaven zweimal zu verlieren“, sagte Rasta-Geschäftsführer Stefan Niemeyer der NWZ .

Die Gründe für die Leistungs- und Ergebnisschwankungen „sind für mich nicht einfach zu beurteilen. Ob es an fehlender Einstellung oder falscher Zusammenstellung der Mannschaft gelegen hat?“, fragt sich Niemeyer und gibt sich gleich die Antwort: „Wahrscheinlich von beidem etwas.“

Mit Stephen Arigbabu als Cheftrainer war der Absteiger in die Spielzeit gegangen. Die sprichwörtliche Berg- und Talfahrt setzte direkt ein: Einem Erfolg folgte eine Niederlage. Vom Auswärtsspiel bei Titelkandidat Würzburg kehrten die Vechtaer mit einer 67:101-Pleite zurück. Ende Januar musste der 166-malige Nationalspieler seinen Posten räumen. „Wir waren vor dem Trainerwechsel durchaus in Abstiegsgefahr“, sagt Niemeyer über die Zeit, in der er Pat Elzie wieder installierte, der Vechta schon von 2009 bis 2014 betreut hatte.

Auch namhafte Zugänge wie Rückkehrer Richie Williams änderten nichts an der misslichen Lage – von Mitte Januar bis Mitte Februar gab es sechs Niederlagen in Folge.

„Wir können uns nicht noch eine weitere Saison erlauben mit so einer Leistung, die den vorgegebenen Zielen nicht entspricht“, sagt Niemeyer. Wer die Mannschaft im kommenden Jahr trainiert, will er nach Ostern verkünden. Auch hinter den Kulissen sieht der Geschäftsführer Handlungsbedarf: „Was bestimmt verbessert werden muss, ist die Auswahl der Spieler und der Weg, wie die Entscheidung fällt, wer letztendlich für Rasta spielt.“

18 Niederlagen kassierte Vechta, drei mehr als die Hamburg Towers, der einzige Nordclub in den Playoffs. „Wir haben immer wieder Probleme angesprochen. Dann haben wir mal Sachen besser gemacht, dafür andere falsch“, sagt Kevin Smit. Der Oldenburger war zu Saisonbeginn vom Bundesligisten EWE Baskets nach Vechta gewechselt.

„Mir hat das Jahr gut gefallen, abgesehen vom Nichterreichen der Playoffs“, blickt der 23-Jährige zurück. Zu Smits sportlicher Zukunft meint Niemeyer: „Wenn es nach mir geht, würde ich ihn gern nächste Saison wieder in Vechta sehen.“