VRSAC - Bundestrainer Bauermann war stolz auf seine Spieler. Der NBA-Profi war auch im dritten Spiel bester Werfer.

Von Oliver Schulz

und unseren Agenturen

VRSAC - Als die Schlusssirene in der Millennium-Halle von Vrsac ertönte, gab es kein Halten mehr. Der 1,80 Meter große Frankfurter Spielmacher Pascal Roller schleuderte den Ball unters Hallendach, während die deutschen Basketball-Riesen wie Kleinkinder herumtollten und Freudentänze vollführten. Mittendrin in der siegestrunkenen Spielertraube der Held des Abends: Dirk Nowitzki. Mit „goldenem Händchen“ hatte der 2,13 Meter große NBA-Star (24 Punkte/19 Rebounds) 27 Sekunden vor Spielende den entscheidenden Dreier zum nicht für möglich gehaltenen 51:50 (16:26)-Erfolg gegen Russland verwandelt.

„Das war ein Erlebnis der besonderen Art. So etwas habe ich noch nie erlebt, nur 16 Punkte zur Pause und dann diese dramatische Wende“, meinte der Präsident des Deutschen Basketball Bundes, Roland Geggus, nach dem Zittersieg. „Das ist ein großer Tag für den deutschen Basketball. Ich bin sehr stolz“, sagte Bundestrainer Dirk Bauermann.

Heute (18 Uhr/DSF) haben die Deutschen in Vrsac quasi ein Heimspiel gegen die Türkei im Überkreuz-Duell um den Einzug ins Viertelfinale. Dort träfe die DBB-Auswahl am Freitag (18 Uhr/DSF) in Belgrad auf den souveränen Sieger der Gruppe C, Slowenien.

Ausgeschieden ist derweil die lettische Nationalmannschaft mit Kristaps Valters. Das Team des Aufbauspielers der EWE Baskets unterlag am Sonntagabend auch im dritten Gruppenspiel gegen Gastgeber Serbien und Montenegro und schied so punktlos aus. Mit zwölf Punkten war der 24-jährige Spielmacher bei der 67:82-Niederlage sogar bester Schütze seines Teams. Club-Coach Don Beck erwartet Valters am Wochenende in Oldenburg zurück.