Oldenburg - Nach dem Festtag gegen Meister Baskets Bamberg sind die EWE Baskets Oldenburg weit davon entfernt, im nächsten Ligaspiel zum Alltag zurückzukehren. Denn der Tabellendritte der Basketball-Bundesliga tritt an diesem Freitag (18.30 Uhr) zu einem besonderen Spiel beim Vierten Frankfurt Skyliners an.

Am 24. Januar verlor die Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic in Frankfurt das Qualifikationsspiel zum Pokal-Endturnier. Damit war klar, dass die Baskets ihren 2015 errungenen Pokalsieg nicht wiederholen würden. Zudem war es die bislang letzte Niederlage gegen eine deutsche Mannschaft. In der Liga verloren die Baskets zuletzt am 16. Januar in Bayreuth (73:85).

„Natürlich wird es schwierig, die Serie fortzusetzen. Irgendwann kommt sicherlich mal wieder eine Niederlage“, sagt Drijencic mit Blick darauf, dass am vergangenen Sonnabend durch den 102:97-Erfolg gegen Tabellenführer Bamberg der eigene Rekord auf zwölf gewonnene Bundesligaspiele in Serie ausgebaut wurde: „Auf der anderen Seite gibt so eine Serie auch Sicherheit und macht selbstbewusst.“

Sicherlich gäbe es Mannschaften in der Liga, gegen die die Gefahr bestehen würde, angesichts des derzeitigen Höhenfluges nicht mit allerletzter Konzentration zu Werke zu gehen, sagt Drijencic – ohne dabei Vereinsnamen zu nennen. „Das Risiko sehe ich an diesem Wochenende aber nicht. Wir spielen erst in Frankfurt, gegen die wir uns für die Pokal-Niederlage revanchieren wollen. Zwei Tage später haben wir dann ein Spiel gegen die Ulmer, die in den Playoffs sicher eine gute Rolle spielen werden“, blickt der 50-Jährige auf das Auswärtsspiel in Hessen und die Heimpartie an diesem Sonntag (15 Uhr, große Arena) gegen den aktuellen Tabellensiebten voraus.

Die Frankfurter sind in der Saisonendphase ihrer Zeit voraus. Weil die Mannschaft des kanadischen Trainers Gordon Herbert vom 29. April bis 1. Mai am Vierer-Finalturnier des Europapokal-Wettbewerbs „Europe Cup“ im französischen Chalon teilnimmt, sind die beiden für jenes Wochenende geplanten Bundesligaspiele der Skyliners gegen Hagen und Tübingen vorgezogen und bereits ausgetragen worden. Für die Frankfurter (32 Spiele/48:16 Punkte) ist der Vergleich mit Oldenburg (30/48:12) damit das vorletzte Hauptrunden-Spiel, danach steht nur noch an diesem Sonntag die Partie bei Alba Berlin an. Die Playoff-Qualifikation – die Meisterrunde beginnt am Wochenende 7./8. Mai – hat das Herbert-Team bereits sicher.

Als „kreativen Kopf“ der Frankfurter bezeichnet Drijencic den US-amerikanischen Aufbauspieler Jordan Theodore. Der 26-Jährige kommt auf starke Werte, pro Partie erzielt er im Schnitt 14,6 Punkte und liefert 4,8 Assists. Hinter seinem Einsatz gegen Oldenburg steht aber noch ein kleines Fragezeichen, Theodore ist nach Angaben der Frankfurter leicht an der Schulter verletzt.

Die Baskets müssen laut Drijencic auf den verletzten Dennis Kramer verzichten. Seinen Platz im Kader könnte Marco Bacak übernehmen, der auch gegen Bamberg im Aufgebot stand, aber nicht eingesetzt wurde.

Hauke Richters
Hauke Richters Sportredaktion (Leitung)