Oldenburg - Keine Zeit zum Verschnaufen bleibt den Basketballern der EWE Baskets Oldenburg. Die 81:60-Gala zum Bundesliga-Auftakt bei Bayern München ist erst wenige Tage alt, da steht schon das nächste Schwergewicht der Liga vor der Tür. In den Baskets Bamberg erwartet Oldenburg an diesem Sonntag (16.35 Uhr/Sport 1) den amtierenden deutschen Meister und Pokalsieger zum ersten Heimspiel in der EWE-Arena.

„Wir dürfen uns auf dem Erfolg nicht ausruhen“, sagt Oldenburgs Trainer Sebastian Machowski, der den imponierenden Auftritt bei dem nach dem kurzfristigen Trainer-Wechsel verunsicherten Titelfavoriten mannschaftsintern gar nicht mehr groß zur Sprache brachte. „Natürlich haben wir in München ein sehr gutes Spiel gemacht. Aber das ist abgehakt. Jetzt müssen wir uns voll auf Bamberg konzentrieren.“

Und dies wird auch nötig sein, denn nicht nur Zugang Konrad Wysocki erwartet gegen die Franken „mehr Probleme als in München“. Bamberg, Double-Gewinner in den vergangenen drei Jahren, sei auch in dieser Saison wieder das Team, das es zu schlagen gelte, betonte der Flügelspieler.

Sein Trainer sieht das genauso: „Bamberg ist der Titelfavorit Nummer eins“, meint Machowski. Allerdings befinden sich die Franken im Umbruch, gleich sechs erfahrene Profis, darunter der Neu-Oldenburger Julius Jenkins, verließen den Club vor der Saison. Coach Chris Fleming, dessen Vertrag bis 2016 verlängert worden ist, steht nun vor der Aufgabe, ein neues Erfolgsteam zu formen. Dafür holten die Verantwortlichen einige hochkarätige Zugänge wie den früheren Berliner Sharrod Ford oder den NBA-erfahrenen Bostjan Nachbar.

Sehr athletisch und stark in der Verteidigung seien die Gäste, lobt Machowski. Auf die Rebound-Duelle unter den Körben komme es deshalb besonders an. „Das ist eine große Herausforderung für mein Team“, sagt der 40-Jährige.

Die Bamberger reisen allerdings mit einigen personellen Sorgen in den Norden. Stand die Verletzung von Zugang Andrew Ogilvy schon länger fest, müssen die Gäste am Sonntag auch auf die beiden Flügelspieler John Goldsberry und Daniel Schmidt verzichten. Als Ersatz für Ogilvy haben die Bamberger am Donnerstag Lataviuos Williams verpflichtet, der US-Amerikaner wird in Oldenburg aber noch nicht mit von der Partie sein. „Vielleicht“, so hofft Machowski, „ist die dünne Personaldecke der Bamberger ein kleiner Vorteil für uns“.

So oder so – der ehemalige Braunschweiger Coach kann die Vorfreude auf sein erstes Pflichtspiel in der bereits nahezu ausverkauften Oldenburger Arena nicht verbergen: „Ich freue mich wahnsinnig auf die Atmosphäre“, sagt er und verspricht: „Die Mannschaft ist heiß.“