BAMBERG - Der Nachfolger der EWE Baskets Oldenburg kommt aus Bamberg. Die Baskets aus Franken haben im Playoff-Thriller den großen Wurf gelandet. Im entscheidenden fünften Spiel der Finalserie besiegte der Pokalsieger am Donnerstagabend vor 6800 Zuschauern in der „Frankenhölle“ die Skyliners Frankfurt mit 72:70 (32:27) und feierte mit dem dritten Titelgewinn nach 2005 und 2007 auch das erste Double der Vereinsgeschichte.

Bester Werfer beim neuen Meister war Anton Gavel mit 16 Punkten. Bei Frankfurt kam der am Ende zum großen Pechvogel gewordene Ex-Nationalspieler Pascal Roller auf 20 Zähler.

In einer Serie mit fünf Spielen zwangen die Oberfranken die lästigen Frankfurter „Stehaufmännchen“ in die Knie. Mit dem 69:56-Heimsieg am Dienstag waren die Skyliners nach dem 52:97-Debakel vom vorigen Sonntag zurückgekehrt. Aber die von Chris Fleming trainierten Bamberger setzten das Gesetz der Serie fort: In der Bundesliga-Geschichte setzte sich im Entscheidungsspiel bisher immer der Gastgeber durch.

Pedrag Suput und John Goldsberry eröffneten die Bamberger Meister-Gala und brachten das Heimteam nach nur zwei Minuten mit 10:0 in Front. In der Defensive mit dem hervorragenden Tibor Pleiß ließ das Team so gut wie nichts zu. Erst im zweiten Viertel gaben Ex-Nationalspieler Pascal Roller und der sehr starke US-Amerikaner Seth Doliboa mit Dreipunkte-Würfen das Signal zu Frankfurts Aufholjagd. Bamberg verspielte eine 16-Punkte-Führung und ging wegen nachlassender Trefferquote nur mit einem Fünf-Punkte- Polster in die Pause.

Mit einem starken Spielmacher Anton Gavel knüpfte Bamberg in den letzten beiden Vierteln an die starke Leistung im ersten Durchgang an. Trotz eines Rückstands von zeitweise 14 Punkten gaben die Frankfurter aber nicht auf und kamen zum Ende des dritten Viertels bis auf sechs Punkte heran. Die Hessen leisteten weiter hartnäckige Gegenwehr. Roller traf 13 Sekunden vor Schluss zum 69:70, dann vergab er einen Freiwurf zum Ausgleich – der Bamberger Zittersieg war nach einem Treffer von Pleiß perfekt.