BAMBERG - Die Heimstärke der Bamberger und die Verletzung von drei Spielern hat die Artland Dragons die Final-Teilnahme gekostet. Dennoch verließen die Basketballer aus Quakenbrück die Bamberger Arena nach ihrer 55:83-Niederlage erhobenen Hauptes. Der Außenseiter aus der kleinsten Erstliga-Stadt hatte den Titelverteidiger und großen Favoriten mit zwei Siegen in der heimischen Artland-Arena über die volle Playoff-Serie von fünf Spielen gezwungen. „Stefan Koch und seine Mannschaft haben eine hervorragende Saison gespielt“, kommentierte Bambergs Coach Chris Fleming, der selbst jahrelang in Quakenbrück tätig gewesen war.

Koch trauerte nach dem 55:83 im fünften Duell, nach dem die Bamberger nun in der Finalserie stehen, der vergebenen Chance nach. „Bei uns sitzt der Stachel in mehreren Bereichen tief, durch die deutliche Niederlage, unsere enttäuschende Leistung und das damit verbundene Saisonende.“ Doch durch den Ausfall von drei Spielern waren die Quakenbrücker zu sehr geschwächt. Nach den schon länger verletzten Alexander Seggelke (Handbruch) und Johannes Strasser (Meniskusschaden) fiel in Bamberg auch noch Nathan Peavy wegen eines Infektes aus.

Es sei klar zu sehen gewesen, „dass wir neben zwei Rotationsspielern kurzfristig noch auf einen dritten verzichten mussten“, erklärte der Coach. Koch schränkte allerdings auch ein: „Ich möchte damit nicht sagen, dass wir die Serie gewonnen hätten, wären alle Spieler fit gewesen. Aber wir hätten gerne gesehen, was möglich gewesen wäre, wenn wir alle Spieler dabei gehabt hätten.“

Die Bamberger treffen in der Finalserie auf den langjährigen Rivalen Alba Berlin. Die Hauptstädter, die sich im Viertelfinale gegen die EWE Baskets Oldenburg durchgesetzt hatten, gewannen am Donnerstagabend das entscheidende fünfte Halbfinalspiel bei den Frankfurt Skyliners mit 87:68 (45:36). Das erste von fünf möglichen Finalspielen findet an diesem Sonntag (15.45 Uhr/Sport 1) in Bamberg statt.