Bamberg - Nach dem dominanten Auftritt seiner Baskets Bamberg ging Trainer Andrea Trinchieri schnell zur Tagesordnung über. „Wir waren nicht perfekt in diesem Spiel. Es war kein klarer Sieg, es war ein Sieg. 1:0, fertig“, sagte der Italiener nach dem 88:73 (42:32) des Titelverteidigers gegen Bayern München. In der Neuauflage des Vorjahresendspiels in der Basketball-Bundesliga haben die Franken damit ein erstes Ausrufezeichen gesetzt und führen in der Best-of-five-Serie 1:0.
Bereits am Mittwoch (20.30 Uhr) haben die Bayern vor eigenem Publikum die Möglichkeit, die Halbfinalserie auszugleichen. „Das wird ein komplett anderes Spiel“, prophezeite Trinchieri. Im Februar hatte Bamberg das Pokal-Halbfinale bei den Münchnern verloren und damit die erste Titelchance vergeben. „Es wird noch heißer und noch physischer“, vermutete auch Bambergs Daniel Theis vor dem Gastspiel.
Beste Werfer vor 6800 Zuschauern in der ausverkauften Bamberger Halle waren am Sonntag Janis Strelnieks und Brad Wanamaker (je 15 Punkte) für die Gastgeber und John Bryant mit 17 Zählern aufseiten der Münchner.
Zwei Tage nach dem überraschenden Sieg von RP Ulm bei den Frankfurt Skyliners legten die favorisierten Bamberger damit den Grundstein für den sechsten Finaleinzug in den vergangenen sieben Jahren. Die Ulmer, die die EWE Baskets Oldenburg in der ersten Runde mit 3:1 Siegen ausgeschaltet hatten, empfangen Frankfurt am Dienstag (20.30 Uhr) zum zweiten Spiel. Während die Bayern in ihrer kräfteraubenden Serie gegen Ludwigsburg (3:2) erst am Donnerstag die fünfte Partie spielten, hatte Bamberg nach dem 3:0 gegen Würzburg eine Woche spielfrei.
Dies war auch Bayerns Trainer Svetislav Pesic aufgefallen: „Wir hatten nicht genug Kraft, um unsere Systeme durchzuspielen. Es fehlte ein bisschen Frische“, erklärte Pesic, der den Unterschied zwischen den beiden Teams nicht so groß gesehen hatte, wie es das Ergebnis dokumentierte.
Auch das zweite Spiel wollen die Bayern mit ihrem angestammten Plan angehen. „Wir werden nichts umstellen. Wir haben unser Konzept, egal gegen welchen Gegner“, erklärte Pesic, der seinen Rücktritt zum Saisonende „zu 99 Prozent“ angekündigt hatte.
