Bamberg - Die deutschen Basketballer haben die Krönung ihrer starken WM-Qualifikation verpasst. Das Team von Bundestrainer Henrik Rödl verlor den Gipfel gegen Griechenland mit 63:69 (34:33), der Sprung auf Rang eins glückte nicht mehr. Die Topplatzierung in der Gruppe hätte eine noch bessere Ausgangsposition vor der Auslosung für das Großevent in China (31. August bis 15. September) bedeutet. Mit neun Siegen aus zwölf Partien schloss Deutschland die Qualifikation als Zweiter ab.

„Wir hatten zu viele Ballverluste, das hat uns das Genick gebrochen. Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie wir gekämpft haben. Jetzt können wir uns auf die WM vorbereiten. Wir können zufrieden sein, dass wir dabei sind“, sagte Topscorer Andreas Obst (12 Punkte). Obst und Ismet Akpinar (10) avancierten vor 5137 Zuschauern in Bamberg zu den besten Werfern der Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB), die in beiden Duellen mit den Hellenen den Kürzeren zog. Karsten Tadda von den EWE Baskets Oldenburg stand nur 7:46 Minuten auf dem Parkett und blieb dabei ohne Punkte, holte aber immerhin drei Rebounds.

Drei Tage nach der 77:81-Niederlage in Israel mischte Rödl sein Personal kräftig durch. In Flügelspieler Paul Zipser fehlte ein Leistungsträger, seine Knöchel-Blessur aus dem Spiel in Tel Aviv hatte sich aber immerhin nicht als schwerwiegend herausgestellt. Auch die NBA-Profis um Dennis Schröder waren nicht dabei, wie geplant streiften die Euroleague-Spieler Danilo Barthel und Maodo Lo (beide Bayern München) das Deutschland-Trikot über.

Rödls Blick geht nun am 16. März auf die Hände von Basketball-Ikone Kobe Bryant, der im chinesischen Shenzhen die Lose für die WM ziehen wird. Zugleich beginnt mit dem Ende der Qualifikation die schwere Auslese des Turnierkaders. Die sechs Kandidaten aus der NBA haben alle ihr Interesse bekundet, gesetzt sind aber nur Schröder (Oklahoma City Thunder), Maximilian Kleber (Dallas Mavericks) und Daniel Theis (Boston Celtics). Mehrere Stützen aus der Qualifikation könnten ohne Ticket für China bleiben – auch Oldenburgs Tadda muss bangen.