Göttingen/Oldenburg - Nach zwei Jahren Pause treten die EWE Baskets Oldenburg an diesem Dienstag (18.30 Uhr) wieder zu einem Bundesligaspiel bei der BG Göttingen an. 2012 waren die Südniedersachsen abgestiegen, hinzu kam eine Insolvenz der Betreibergesellschaft. 2014 gelang die Rückkehr in die Basketball-Bundesliga, in der das Team bislang eine ordentliche Rolle spielt. Mit 14:16 Punkten belegen die Göttinger nach 15 Spielen den elften Platz.
„Unser Ziel ist, so schnell wie möglich den Klassenerhalt perfekt zu machen“, sagt Göttingens Profi Dominik Bahiense de Mello, der von 2011 bis 2014 bei den Oldenburgern unter Vertrag gestanden hatte: „Vielleicht entwickelt sich darüber hinaus ja noch etwas mehr.“
Für de Mello persönlich lief es in den ersten Monaten bei seinem neuen Club allerdings noch nicht rund. In der Vorbereitung knickte der 29-jährige Aufbau- und Flügelspieler um und fiel mehrere Wochen aus; erst am 1. November bestritt er sein erstes Saisonspiel. „Das hatte ich mir natürlich ganz anders vorgestellt“, sagt de Mello, dessen Kontrakt in Oldenburg nach drei Jahren nicht mehr verlängert worden war: „Nun bin ich aber auf einem guten Weg und hoffe, der Mannschaft mehr und mehr helfen zu können.“
Die Situation bei den Baskets verfolgt de Mello sehr genau, unter anderem zu Kapitän Rickey Paulding hat er noch Kontakt. „Die Oldenburger haben in Trier nicht gut gespielt“, erinnert er an die 65:71-Niederlage der Baskets am zweiten Weihnachtstag: „Sie werden in Göttingen versuchen, das wieder gutzumachen. Ich sehe sie als Favoriten.“ Insgesamt seien die derzeit fünftplatzierten Oldenburger, so de Mello, „uns in vielen Bereichen überlegen“.
Das Gäste-Team um Trainer Sebastian Machowski wird in Göttingen von rund 150 Oldenburger Fans unterstützt. Die werden es allerdings schwer haben, sich Gehör zu verschaffen. Denn die Partie findet in der Lokhalle statt, die für ihre laute Atmosphäre bekannt ist. Normalerweise trägt die Göttinger Mannschaft um Trainer Johan Roijakkers ihre Heimspiele in der Sparkassen-Arena aus. Den Umzug in die stimmungsvollere Lokhalle (dort ist die Hallenmiete deutlich höher) leisten sich die Basketballer in dieser Saison nur dreimal rund um Weihnachten – letztmals an diesem Dienstag gegen Oldenburg.
Wie schwierig es auch für Spitzemannschaften ist, in dieser Umgebung zu bestehen, erfuhren jüngst RP Ulm und die Baskets Bamberg. Die Ulmer kassierten vor zwei Wochen in der Lokhalle eine 80:92-Niederlage, die Bamberger setzten sich vor einer Woche nur dank eines Schlussspurts knapp mit 93:86 durch.
