Würzburg - Die Ära nach Dirk Nowitzki beginnt für Deutschlands Basketballer unter schwierigen Voraussetzungen in der Heimat ihres Superstars. Ohne den neuen Anführer Dennis Schröder und zahlreiche weitere Stützen geht das Team von Trainer Chris Fleming in den Länderspiel-Sommer mit der Qualifikation für die EM 2017. „Deutschland hat schon ein paar Verletzungsprobleme“, sagte Nowitzki vor dem ersten von zwei Testspielen gegen die Ukraine an diesem Sonnabend (19.30 Uhr) in Würzburg. Das Team habe genügend Talent für den Sprung zur kommenden EM.
Nach dem EM-Aus bei der Heim-Vorrunde in Berlin und der verpassten Olympia-Qualifikation hatte der inzwischen 38-Jährige seine lange Karriere im Nationalteam beendet. Zum Neuanfang steht nun kurzfristig auch der designierte Kronprinz Schröder nicht zur Verfügung – vor seiner ersten Saison als regelmäßiger Starter für die Atlanta Hawks konzentriert sich der 22-jährige Aufbauspieler auf die Vorbereitung beim NBA-Club.
„Wir haben uns nicht lange mit Nebensächlichkeiten beschäftigt, sondern uns mit allen Spielern, die hier sind, voll auf Basketball konzentriert“, sagte Coach Fleming zur Personalsituation: „Wir haben immer noch eine sehr hohe Qualität, und ich bin sehr zufrieden mit der Einstellung der Jungs.“
Tibor Pleiß (Utah Jazz) und Neuling Paul Zipser (Chicago Bulls) sind in den Duellen gegen die Ukraine – das zweite Spiel findet am Sonntag unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – aufgrund der NBA-Regularien noch nicht dabei. Danach können sie aber mit dem Team trainieren.
Allerdings darf auch so der Sprung zur EM, die in Finnland, Israel, Rumänien und der Türkei stattfindet, kein Problem werden. In Hin- und Rückspielen geht es vom 31. August an gegen die kleinen Basketball-Nationen Dänemark, Österreich und Niederlande.
Von den norddeutschen Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg, Eisbären Bremerhaven und Rasta Vechta ist trotz der Personalprobleme kein deutscher Spieler ins Team gekommen.
