Bremerhaven - Der nächste, bitte: Die EWE Baskets Oldenburg bleiben in der Basketball-Bundesliga die Mannschaft der Stunde. Am Sonntag feierten die Schützlinge von Trainer Sebastian Machowski den sechsten Sieg in Folge, diesmal bissen sich die Eisbären Bremerhaven an den Baskets die Zähne aus.
Durch das 78:72 beim Nord-Rivalen festigten die Oldenburger den zweiten Tabellenplatz und verbesserten die Aussichten, diesen Rang vor RP Ulm auch bis zum Start in die Playoffs verteidigen zu können. Überragender Akteur war Rickey Paulding mit 26 Punkten, bei den Eisbären, die den entscheidenden Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt verpassten, erzielte Stanley Burrell die meisten Zähler (17).
4050 Zuschauer in der ausverkauften Bremerhavener Stadthalle sahen ein rassiges Derby, in dem die Baskets mehrfach davonzogen, die nie aufsteckenden Eisbären sich aber immer wieder herankämpften.
Dennoch war der Baskets-Erfolg unbedingt verdient. Nach einem 4:8-Rückstand zu Beginn nahmen die Gäste das Heft in die Hand, legten eine 9:0-Serie zum 13:8 (5. Minute) aufs Parkett und gaben diesen Vorsprung bis zum Schluss nicht mehr her. „Das war ein souveräner Sieg“, meinte ein zufriedener Machowski: „Ich hatte immer das Gefühl, dass wir die Partie unter Kontrolle haben.“
Sein Gegenüber Doug Spradley machte im glänzend aufgelegten Paulding den entscheidenden Faktor aus: „Wenn er den Ball bekommen hat, war es meistens schon zu spät“, sagte der Eisbären-Coach, der mit seinem Team nicht zu hart ins Gericht gehen wollte: „Ich bin zufrieden mit der Leistung und stolz auf die kämpferische Einstellung meiner Mannschaft.“
Im Gegensatz zu den vergangenen Spielen fanden die Baskets, die ihr Abschlusstraining am Sonnabend erstmals in der neuen EWE-Arena absolviert hatten, diesmal von Beginn an zu ihrem Spiel. Nach einem 21:16 zum Ende des ersten Viertels brach die Stunde von Paulding an: Der Kapitän markierte innerhalb kürzester Zeit neun Punkte und schraubte den Vorsprung auf zehn Zähler (36:26, 18. Minute). Weil danach aber nicht mehr viel zusammenlief, konnten die Gastgeber bis zum Seitenwechsel auf 36:39 verkürzen.
Nach der Pause verlief die Begegnung nach einem ähnlichen Schema. Zunächst setzten sich die Baskets auf 56:44 (25.) ab, dann schlugen die Hausherren zurück und waren bei 56:60 (30.) wieder auf Schlagdistanz.
Als die Eisbären zum Auftakt des finalen Viertels gar auf zwei Zähler herangekommen waren, wackelten die Baskets kurzzeitig – fielen aber nicht. „Als es knapp wurde, haben wir immer die richtigen Antworten gefunden“, bilanzierte Machowski. Als Dominik Bahiense de Mello zwei Minuten vor dem Ende per Dreier zum 77:67 getroffen hatte, war die Entscheidung gefallen.
Machowski, der den erkälteten Ronnie Burrell (fünf Minuten Einsatzzeit) so gut es ging schonte, wollte trotz der Gala-Vorstellung von Paulding lieber die gute Mannschaftsleistung in den Vordergrund stellen: „Wir haben als Team harmoniert.“
