Nancy/Oldenburg - Der Fehlstart ist perfekt: Die EWE Baskets Oldenburg müssen im Eurocup weiter auf den ersten Sieg warten. Am Mittwochabend verlor der ersatzgeschwächte Basketball-Bundesligist beim französischen Vertreter Sluc Nancy mit 67:72 (33:34) und kassierte die dritte Niederlage im dritten Gruppenspiel. Den Anschluss an die ersten vier Plätze, die zum Einzug in die Zwischenrunde berechtigen, haben die Baskets erst einmal verloren. Die meisten Punkte für Oldenburg erzielte Julius Jenkins (18), bei Nancy erwies sich Bandja Sy als treffsicherster Schütze (15).

„Leider hat es wieder nicht gereicht, obwohl auch diesmal ein Sieg drin gewesen wäre“, meinte Trainer Sebastian Machowski und lenkte den Blick sogleich auf das Heimspiel kommende Woche gegen Charleroi: „Das Spiel müssen wir gewinnen.“ Zwei Tage nach der überraschenden Vertragsauflösung mit Tywain McKee starteten die Baskets in Frankreich erwartungsgemäß mit Chris Kramer auf der Spielmacherposition. Zudem rückte Philip Zwiener zum ersten Mal in dieser Saison in die Anfangsformation. Ohne McKee und Maurice Stuckey (Innenbanddehnung) setzte Machowski auf den Nachwuchs: Neben Dominic Lockhart (20), der seinen Pferdekuss auskuriert hatte, kam der 18-jährige Jan Niklas Wimberg zu seinem ersten Europapokaleinsatz.

Unbeeindruckt von den personellen Problemen starteten die Gäste vor 4670 Zuschauern in Nancy gut in die Partie: Rickey Paulding brachte seine Mannschaft mit zwei verwandelten Würfen mit 5:0 in Führung (2.), nach dem ersten Viertel hieß es 17:13. Oldenburg blieb in der Folge zunächst vorne, konnte sich aber auch nach dem 22:13 durch Jenkins’ Dreier (12.) nicht entscheidend absetzen.

Stattdessen besorgte Nancys Sy kurz vor der Pause die erste Führung für die Hausherren (32:31/19.), die zur Halbzeit ebenso wie die Oldenburger schwache Trefferquoten vorzuweisen hatten. Auch im zweiten Durchgang verfehlten die Gäste zunächst in unschöner Regelmäßigkeit den Korb und leisteten sich überdies zu viele Ballverluste. Auch bei den Rebounds hatten die Gäste gegen die athletischen Franzosen oft das Nachsehen. Folge war ein drittes Viertel, welches mit 19:12 an die Franzosen ging. „Wir haben in dieser Phase keine Mittel gefunden, Nancy zu stoppen“, meinte Machowski: „Leider haben wir uns dann für unsere Aufholjagd nicht mehr belohnt.“

Der Coach lobte die Moral seiner Spieler, die selbst nach einem 14-Punkte-Rückstand (50:64/35.) nicht die Köpfe hängen ließen und sich zurück kämpften. 15 Sekunden vor dem Ende verkürzte Jenkins auf zwei Zähler – zu mehr reichte es jedoch nicht.