Aalst/Oldenburg - Die EWE Baskets Oldenburg haben in der Euro-Challenge einen Riesenschritt in Richtung Viertelfinale gemacht. Am Dienstagabend gewann der Basketball-Bundesligist mit 103:80 (47:43) bei Okapi Aalstar und feierte damit im dritten Spiel der zweiten Gruppenphase den dritten Sieg. Gleichzeitig wahrte die Mannschaft von Trainer Sebastian Machowski ihre weiße Weste im Europapokal, und blieb auch im neunten Spiel des laufenden Wettbewerbs ohne Niederlage. Bester Werfer auf Seiten der Oldenburger war Julius Jenkins mit 25 Punkten.
Der Erfolg in Belgien war umso wichtiger, weil der Bundesliga-Rivale Baskets Bonn zuvor überraschend beim weißrussischen Vertreter Tsmoki Minsk mit 70:74 verloren hatte. Damit weisen alle anderen Teams der Gruppe L zwei Niederlagen auf, so dass Oldenburg aus den restlichen drei Begegnungen ein weiterer Sieg zum Weiterkommen reichen müsste.
„Das ist natürlich eine komfortable Situation“, sagte Machowski, der mit der Leistung seiner Mannschaft in Aalst „sehr zufrieden“ war. Und dazu hatte er allen Grund: Die Baskets legten mit einem furiosen Start und einem eindrucksvollen zweiten Durchgang den Grundstein zum Sieg.
Nach ausgeglichenem Beginn (6:7, 3. Minute) setzten sich die Gäste dank eines 12:0-Laufs schnell ab (18:7, 6.). Die Oldenburger waren sehr aufmerksam in der Defensive und trafen vorne fast nach Belieben. Folge war eine deutliche 31:12-Führung zur Viertelpause. Ganz stark präsentierte sich Dru Joyce, der an seinem 28. Geburtstag zehn seiner insgesamt 16 Punkte im ersten Viertel erzielte.
Im zweiten Abschnitt zeigte sich dann aber, warum Machowski Aalst vorher als den „vermeintlich stärksten Gegner“ in dieser Euro-Challenge-Saison bezeichnet hatte. Die Belgier, die verletzungsbedingt auf ihre Topscorer Derek Raivio und Jason Clark verzichten mussten, drehten nun ihrerseits gewaltig auf und kämpften sich Punkt um Punkt heran. „In dieser Phase waren wir zu unkonzentriert“, monierte Machowski. Kurz vor der Halbzeit schnupperten die Gastgeber sogar an der Führung, ehe Jenkins mit einem Dreier den Halbzeitstand (47:43) erzielte.
Danach agierten die Baskets wieder zielstrebiger. So dauerte es im dritten Viertel gerade einmal drei Minuten, bis sie sich wieder einen beruhigenden Vorsprung herausgespielt hatten (61:46, 23.).
Die Gäste hatten nun die Kontrolle zurückgewonnen und sollten das Spiel auch bis zum Ende nicht mehr aus der Hand geben. Letztendlich war es ein ungefährdeter Sieg – und vielleicht schon mehr als die halbe Miete in Sachen Viertelfinale.
