Gießen/Oldenburg - Pflichtaufgabe gelöst, nun gilt die volle Konzentration der Euro-Challenge: Durch einen 90:59 (39:36)-Erfolg beim abgeschlagenen Tabellenschlusslicht Gießen 46ers haben die EWE Baskets Oldenburg einen gelungenen Abschluss der Hauptrunde in der Basketball-Bundesliga gefeiert, Platz zwei verteidigt und starten deshalb am 5. Mai mit einem Heimspiel in die Playoffs. (der Gegner steht noch nicht fest).

Bei den bereits seit Wochen als Absteiger feststehenden Gießenern erzielten am Dienstagabend gleich sieben Spieler zehn Punkte oder mehr. Bester Werfer war Mustafa Abdul-Hamid (15 Zähler), der den verletzten Julius Jenkins (Bänderdehnung) ersetzte. Trainer Sebastian Machowski musste zudem auf Konrad Wysocki (Achillessehnenprobleme) verzichten – beide werden aber nach Vereinsangaben zum Halbfinale in der Euro-Challenge in Izmir gegen Gastgeber Karsiyaka an diesem Freitag (19 Uhr deutscher Zeit) zurück im Kader erwartet.

Mit dem Erfolg in Gießen stellten die Oldenburger einen Rekord ein. Mit nur neun Niederlagen verloren die Baskets genauso selten wie in den Spielzeiten 2003/04, 2008/09 und 2009/10. Für die Hausherren endete derweil eine Ära: Die Hessen, die seit 1966 ununterbrochen dem Oberhaus angehört hatten, bestritten gegen Oldenburg ihr vorerst letztes Bundesliga-Heimspiel in der Halle Ost.

Auch wenn Machowski die Spielzeit großzügig auf den gesamten Kader verteilte: Wirklich glanzvoll war es nicht, was die Baskets im letzten regulären Saisonspiel zeigten. Vor allem in der ersten Hälfte schienen sie die Gastgeber etwas zu sehr auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Quittung war ein knapper Rückstand nach dem ersten Viertel (22:23) sowie eine nur hauchdünne Führung zur Pause.

Danach machte Oldenburg aber ernst und setzte sich bis zur 25. Minute vorentscheidend ab (57:38). Mit 30:13 ging der Spielabschnitt an die Gäste. In den letzten zehn Minuten waren es dann vor allem die Bankspieler, die sich für das anstehende Euro-Challenge-Turnier in Form warfen: So tankte neben Abdul-Hamid auch Dominik Bahiense de Mello (elf Punkte) reichlich Selbstvertrauen.