Oldenburg/Bamberg - Im ersten Pflichtspiel gleich den ersten Titel der neuen Saison einheimsen. Diese Möglichkeit bietet sich den Bundesliga-Basketballern der EWE Baskets Oldenburg, wenn sie an diesem Sonntag (17 Uhr) bei den Baskets Bamberg zum Duell um den Champions Cup antreten.
Seit 2006 trägt die Basketball-Bundesliga (BBL) diesen Wettbewerb aus, in welchem der Meister und der Pokalsieger aus der Vorsaison kurz vor dem Start der neuen Spielzeit ihre Kräfte messen. In den ersten sieben Ausgaben dieses Duells triumphierte jeweils der Meister (unter anderem Bamberg viermal und Oldenburg einmal), bevor sich 2013 und 2014 in Alba Berlin erstmals der Pokalsieger durchsetze.
Ob Oldenburg diese kleine Serie fortsetzen und dem Meister aus Franken wie beim Pokalfinale im April ein Schnippchen schlagen kann (72:70), wird sich am Sonntag zeigen. Die Partie ist unter www.beko-bbl.tv frei empfangbar.
Obwohl der Champions Cup sportlich nur geringe Bedeutung hat, gehen die Oldenburger das Duell mit großer Ernsthaftigkeit an. Als „perfekte Standortbestimmung“, bezeichnete Trainer Mladen Drijencic die Partie mit Blick auf den ersten Ligaspieltag am darauffolgenden Freitag (2. Oktober) bei Bayern München.
Drijencic wird in Bamberg aller Voraussicht nach wieder auf Vaughn Duggins zurückgreifen können. Der im Sommer verpflichtete Flügelspieler hat seine muskulären Probleme überwunden und soll nun dringend benötigte Spielpraxis sammeln. Spielmacher Scott Machado, der neben seinen Problemen im Leistenbereich zuletzt auch noch grippekrank war, fällt weiter aus.
Angesichts der etwas holprig verlaufenen Vorbereitung sehen sich die Oldenburger in Bamberg als Außenseiter. „Wir fahren nicht mit den größten Erwartungen dorthin“, räumte Clubchef Hermann Schüller ein. Von einer „brutal starken“ Bamberger Mannschaft sprach Oldenburgs Co-Trainer Mauro Parra: „Die haben ein paar richtige Kracher im Kader.“ Zu den Stars im Ensemble des italienischen Trainers Andrea Trinchieri zählen der US-amerikanische Spielmacher Bradley Wannamaker und der griechische Titelsammler Niko Zisis.
Derweil hat Schüller bestätigt, dass es in der Sommerpause Kontakt zwischen Oldenburg und Nationalmannschaftskapitän Heiko Schaffartzik gegeben hatte. „Er hat bei uns angefragt“, sagte Schüller: „Wir haben uns aber damit nicht ernsthaft beschäftigt. Ich schätze Heiko sehr, aber er passte nicht in unser Konzept.“
Schaffartzik hatte bereits in der Saison 2006/07 für Oldenburg gespielt. Nach Ablauf der vergangenen Spielzeit verlängerte der 31-Jährige seinen Vertrag beim FC Bayern nicht und ist seitdem vereinslos. Nach Informationen des Fachmagazins „Big“ soll Schaffartzik nun in Kontakt mit den Riesen Ludwigsburg stehen. Dort hatte er bereits 2007/08 gespielt.
