Oldenburg - Die EWE Baskets Oldenburg haben nach 32 von 34 Spieltagen in der Basketball-Bundesliga die Playoffs erreicht. Am Freitagabend gewann die Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic gegen Phoenix Hagen mit 74:56 (34:31) und weist als Tabellensiebter zwei Spieltage vor Schluss 36:28 Punkte auf. Da die Verfolger Ludwigsburg und Göttingen (beide 32:32) am letzten Spieltag gegeneinander spielen, kann theoretisch nur noch eines der beiden Teams an Oldenburg vorbeiziehen. Die Baskets können somit nicht mehr auf Rang neun zurückfallen.
„Mit der Playoff-Teilnahme haben wir unser erstes Ziel erreicht“, sagte Oldenburgs Center Philipp Neumann: „Jetzt kommt es darauf an, mit guter Form hinein zu gehen.“ Bester Werfer der Gastgeber war Rickey Paulding mit 18 Punkten.
Drijencic musste gegen Hagen auf Casper Ware verzichten. Der Aufbauspieler aus den USA, der am vergangenen Wochenende beim Spiel in Weißenfels umgeknickt war, stand am Freitagabend nicht im Kader. Er saß in normaler Kleidung aber mit auf der Baskets-Bank und drückte den Kollegen die Daumen. Seine Aufgabe auf dem Feld teilten sich Maurice Stuckey und Chris Kramer. Ob Ware im Spiel beim BBC Bayreuth an diesem Sonntag (17 Uhr) mitwirken kann, ist noch offen.
Gegen Hagen taten sich die Oldenburger zunächst schwer. In der Offensive lief nicht viel zusammen, bis zur Pause lag die Trefferquote bei den Zwei-Punkte-Würfen bei lediglich 29 Prozent. Einzig Nemanja Aleksandrov vermochte mit energischen Aktionen, seine Mitspieler mitzureißen. Der Serbe sammelte in den ersten 20 Minuten immerhin 13 Punkte. Die trugen dazu bei, dass die Gastgeber vor 5183 Zuschauern zur Pause knapp vorn lagen (34:31).
Mit Beginn des dritten Viertels präsentierten sich die Baskets dann etwas stärker. Vor allem Adam Chubb, der in der ersten Hälfte wie fast alle Oldenburger unter seinen Möglichkeiten geblieben war, drehte nun auf. Die Hagener, die keine Chance mehr auf die Playoff-Teilnahme haben, ließen sich aber nicht abschütteln. Ende des dritten Durchgangs lagen Paulding & Co. meist mit sieben oder acht Punkten vorn.
Vor Beginn des Schlussabschnitts munterte Drijencic die Baskets-Fans noch einmal gestenreich dazu auf, das Team zu unterstützen. Und die Hilfe von den Rängen tat der Mannschaft gut. In den folgenden Minuten bauten die Baskets die Führung erstmals auf mehr als zehn Punkte aus.
„Es war ein hartes Spiel“, sagte Drijencic: „Die Teams haben sich nichts geschenkt. Wir hatten am Anfang zu wenig Feuer in unserem Spiel, das ist im Laufe der Partie aber besser geworden.“

