Oldenburg - Der Erfolg der EWE Baskets Oldenburg trägt ohne Zweifel viele Gesichter. Zwei der zentralen Figuren sind dabei Chris Kramer (28) und Brian Qvale (27), die US-Amerikaner zählen mit ihren starken Leistungen zu den Garanten des Höhenflugs beim Basketball-Bundesligisten.

Ob die beiden Stars auch in der kommenden Saison das Baskets-Trikot tragen werden, ist allerdings nicht sicher – sowohl bei Kramer als auch bei Qvale läuft der Vertrag in diesem Sommer aus. Die Verantwortlichen des Tabellenvierten versuchen alles, um die Leistungsträger zu halten.

„Es wäre töricht, wenn wir das nicht tun würden. Chris und Brian sind ganz wertvolle Spieler für uns“, sagte Geschäftsführer Hermann Schüller am Montag auf NWZ -Anfrage. Nach Angaben des Clubchefs befände man sich zurzeit in „losen“ Gesprächen, in denen beide Seiten ihre Vorstellungen zum Ausdruck brächten. „Wir wollen zum aktuellen Zeitpunkt keinen Druck in die Angelegenheit bringen. Die Spieler sollen sich auf den Abschluss der Hauptrunde konzentrieren“, betonte Schüller mit Blick auf die zwei ausstehenden Partien der regulären Saison am Freitag (20 Uhr) bei den Eisbären Bremerhaven und am Sonntag (17 Uhr/große Arena) gegen Bayern München.

Obwohl Qvale und Kramer Begehrlichkeiten bei Clubs aus ganz Europa geweckt haben, stellte Schüller klar, dass man kein wirtschaftliches Risiko eingehen werde. „Es muss in unser Budget passen“, sagte der Unternehmer, der sich aber zuversichtlich zeigte, die Profis mit anderen Argumenten überzeugen zu können: „Ich bin recht hoffnungsvoll, weil ich weiß, dass unsere Spieler nicht nur auf das Geld schauen.“ Wie lange sich die Vertragsverhandlungen noch hinziehen, ist ungewiss. „Im schlechtesten Fall wird das erst nach den Playoffs sein. Ich will aber auch nicht ausschließen, dass wir schon vorher etwas festzurren können“, meinte Schüller.

Die Aussagen der Spieler selbst geben Fans wie Verantwortlichen Anlass zur Hoffnung. „Ich denke, beide Seiten sind daran interessiert, dass ich in der nächsten Saison auch in Oldenburg spiele. Wir wissen doch alle, was wir aneinander haben“, sagte Kramer, der vor vier Jahren von Würzburg nach Oldenburg wechselte.

Eine freundschaftliche Beziehung verbindet den Aufbauspieler mit Kapitän Rickey Paulding. Dass dieser kürzlich seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängerte, könnte auch bei Kramers Entscheidung eine Rolle spielen: „Einen Freund wie Rickey im Team zu haben, ist sehr besonders. Natürlich wäre es schön, weiter mit ihm zu spielen.“ Center Qvale, der im vergangenen Sommer aus der Türkei zu den Baskets kam, wählte emotionale Worte: „Meine Familie liebt Oldenburg, ich liebe mein Team und ich liebe Oldenburg. Ich glaube, das sagt schon viel.“