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Playoffs: Baskets lassen Muskeln spielen

22.05.2014

Oldenburg Was für eine Ansage der EWE Baskets Oldenburg: Nachdem die ersten vier Viertelfinal-Spiele gegen die Baskets Bonn allesamt das Zeug für einen Kino-Thriller gehabt hatten, waren alle Beobachter auch von einem nervenzerreißenden entscheidenden fünften Spiel ausgegangen. Von wegen.

Am Mittwochabend ließen Oldenburgs Basketballer die Muskeln spielen, führten Bonn vor 6000 begeisterten Fans in der ausverkauften großen EWE-Arena beim 84:72 (48:27) teilweise vor und stürmten ins Halbfinale. Nun kommt es zum Duell mit dem FC Bayern, der das Weiterkommen durch einen Sieg im Wiederholungsspiel in Ludwigsburg perfekt machte. Die Serie beginnt an diesem Sonntag (17.45 Uhr/Sport 1) in München. Weiter geht es am Mittwoch, 28. Mai, in Oldenburg (19 Uhr).

Die Statistik zum Spiel gegen Bonn

Oldenburg Kramer (3 Punkte), Bahiense de Mello (3/1 Dreier), Joyce (11/1), Wysocki (2), Chubb (12), Smeulders (13), Jenkins (16/1), Paulding (11/1), Aleksandrov (4), Neumann (9).

Bonn McCray (5/1), Looby (6), Veikalas (13/1), Brooks (12/1), Mangold (1), Lawrence (5/1), Koch, Gaffney (19/1), Wachalski (3/1), McLean (8). Rebounds Oldenburg 42/Bonn 33.

„Ich bin sehr stolz auf mein Team. Wenn der Vierte gegen den Fünften spielt, kann man eine enge Serie erwarten. Dass es aber so eng werden würde, habe ich nicht geglaubt und mir auch nicht gewünscht“, sagte ein erleichterter Trainer Sebastian Machowski. Mit Blick auf die Halbfinalserie wünschte er sich, „wenigstens das zweite Heimspiel zu erreichen“. Am liebsten würde er schon das erste Spiel in München „stehlen“.

Technisch war die Arena bereits vor dem ersten Sprungball auf Halbfinalkurs. Erstmals hing an der Hallendecke auf Höhe der Mittellinie ein Videowürfel, auf dem die Zahlen zum Spiel zu lesen waren. Kurz vor Beginn wünschte der aus Oldenburg stammende TV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf über eben diesen Videowürfel den Baskets alles Gute.

Es war alles angerichtet, nun mussten die Gastgeber nachziehen. Und die ließen sich nicht lange bitten: 20:9 stand es nach den ersten zehn Minuten. Unter dem eigenen Korb landete nahezu jeder Ball in den Händen der Oldenburger, vorne kombinierten sie sich mit in dieser Serie noch nicht gesehener Leichtigkeit von Punkt zu Punkt. „Da hat man gesehen, wozu das Team in der Lage ist, wenn es an unser Konzept glaubt“, meinte Machowski.

Mit Beginn des zweiten Abschnitts drückten die Oldenburger das Gaspedal dann noch einmal so richtig durch. Julius Jenkins, mit 16 Punkten bester Werfer, beendete einen 14:0-Lauf zum 34:9 (14.). Eine kleine Schwächephase ließ den Vorsprung zwar auf 13 Zähler schmelzen (39:23, 17.). Doch bevor sich die Bonner Hoffnungen auf eine Aufholjagd machten, fand der Gastgeber angetrieben von Dru Joyce zurück in die Spur.

Die Partie schien nach 30 Minuten gelaufen (68:45), ein Durchhänger brachte die Gäste aber tatsächlich wieder heran (73:64, 37.). Kurzzeitig machte sich Nervosität auf den Rängen breit – am Ende aber durfte gefeiert werden.

Kurios: Mitte des dritten Viertels ging in Eugene Lawrence ein Bonner Spieler an die Freiwurflinie, obwohl zuvor Tony Gaffney gefoult worden war. Die Schiedsrichter erkannten dies nach dem ersten Wurf von Lawrence, annullierten den Zähler und entschieden auf Ballbesitz Oldenburg.

Exakt so eine Szene hatte vor wenigen Tagen zur Wiederholung des Spiels Ludwigsburg-Bayern geführt. Dies müssen die Oldenburger nicht befürchten, die Entscheidung der Referees war dieses Mal korrekt.


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