Oldenburg - Etwa 5300 Fans der EWE Baskets Oldenburg ließen die circa 300 Gäste aus Quakenbrück schon vor Spielende mit lautstarkem Gesang wissen: „Die Nummer eins im Norden sind wir.“ Als der 86:64-Heimsieg mit der Schlusssirene besiegelt war, stimmte dies auch in der Tabelle der Basketball-Bundesliga. Das Team von Trainer Sebastian Machowski fügte den Artland Dragons die erste Saisonniederlage zu und liegt nun mit zwei Siegen aus zwei Spielen vor Quakenbrück (Bilanz: 2:1), Vechta (1:2) und Bremerhaven (0:3).

Für Dragons-Headcoach Tyron McCoy war es am dritten Spieltag das erste Auswärtsspiel als Cheftrainer – ausgerechnet wenige Meter neben seiner alten Wirkungsstätte, der kleinen EWE-Arena. „Es war ein interessantes Gefühl. Aber mit der anderen Halle verbindet mich mehr“, sagte der 41-Jährige, dessen damalige Trikotnummer 14 in Oldenburg nicht mehr vergeben wird. McCoy lief von 2001 bis 2007 für die Baskets auf.

Trotz aller Euphorie der Fans sah Machowski noch Luft nach oben: „Wir hatten kleine Konzentrationsschwächen, die wir uns nicht erlauben dürfen.“ Dies traf vor allem im zweiten Viertel zu, als seine Schützlinge einen Vorsprung von 13 Punkten (26:13) bis zur Pause nahezu komplett verspielten (39:35). „In der zweiten Halbzeit haben wir aber gut Druck ausgeübt und unser Defensivkonzept umgesetzt“, zeigte er sich erfreut. „Wenn wir uns an gewisse Regeln halten, wird es für jeden Gegner schwer, gegen uns zu gewinnen.“

Dies gilt auch für TBB Trier. Nach zwei Niederlagen gewann die Mannschaft von Trainer Hendrik Rödl am Mittwochabend gegen den Mitteldeutschen BC (75:69). An diesem Sonnabend (20 Uhr, große EWE-Arena) trifft Baskets-Aufbauspieler Dru Joyce auf seinen Ex-Club. „Klar. Das ist ein besonderes Spiel für mich, auch weil Trainer Rödl in den zwei Jahren ein guter Freund geworden ist. Es wird eine schwere Aufgabe für uns, weil er ebenso wie ich immer unbedingt gewinnen will.“

Die kurze Vorbereitungszeit auf die nächste Partie seien der Trainerstab und die Spieler gewohnt, sagte Machowski. „Wir müssen uns immer wieder in kurzer Zeit auf den nächsten Gegner vorzubereiten. Für das Spiel gegen Quakenbrück waren es auch nur zwei Trainingseinheiten.“

Und wenn die Baskets gegen Trier wieder so eine Leistung abrufen können, bleibt Oldenburg auch nach dem Wochenende die Nummer eins im Norden.