Oldenburg - Einen Tag nach der schwachen Leistung bei der 61:78-Niederlage bei den Gießen 46ers mussten die EWE Baskets Oldenburg am Donnerstagabend den nächsten Rückschlag hinnehmen: Durch den 81:78-Sieg der Riesen Ludwigsburg gegen die Eisbären Bremerhaven fielen die Oldenburger in der Basketball-Bundesliga hinter Ludwigsburg zurück auf den neunten Tabellenplatz. Im Heimspiel gegen den BBC Bayreuth an diesem Samstag (20.30 Uhr, große Arena) muss dringend ein Sieg her, um die Chance auf die Playoff-Teilnahme zu wahren.
Ausgangslage
Bei noch vier ausstehenden Punktspielen liegen die Oldenburger derzeit außerhalb der Playoff-Ränge. Sind die drei Teams aus Ludwigsburg, Gießen und Oldenburg – so wie jetzt – punktgleich, nehmen die Oldenburger innerhalb dieser Dreierkonstellation immer den letzten Platz ein. In den vier Partien gegen diese beiden Kontrahenten gelang den Baskets nur ein Sieg. Ludwigsburg führt diese Minitabelle mit drei Siegen und einer Niederlage an, Gießen weist je zwei Siege und zwei Niederlage auf. Im einzelnen Direktvergleich hat Oldenburg im Duell mit Ludwigsburg dagegen die Nase vorn. Die Partie in Ludwigsburg ging mit 75:79 verloren, das Heimspiel wurde dagegen höher mit 75:63 gewonnen. Gegen Gießen verloren die Baskets dagegen beide Punktspiele.
Restprogramm
Die Partie gegen Bayreuth ist das letzte Punktrunden-Heimspiel der Baskets. Danach stehen noch Auswärtsspiele in München (22. April), Jena (25. April) und Bonn (1. Mai) an. Das ist ein schwieriges Programm, wobei Gießen vor größeren Hürden steht. Die Mannschaft muss noch in Ulm, Bayreuth und München antreten, außerdem steht ein Heimspiel gegen Bonn an. Ludwigsburg hat noch in Göttingen und Berlin zu spielen, in eigener Halle trifft das Team auf Tübingen und Ulm. Der Tabellenfünfte Bonn und der Sechste Berlin liegen bereits vier Zähler vor dem punktgleichen Trio, der Zehnte Frankfurt (hat ein Spiel mehr absolviert) weist schon acht Minuspunkte mehr auf als Ludwigsburg, Gießen und Oldenburg. Daher werden wohl zwei Teams aus dieser Dreiergruppe die Playoffs erreichen, für den Dritten dürfte nach der Punktrunde Schluss sein.
Gegner Bayreuth
Das Team des österreichischen Trainers Raoul Korner ist die Überraschungsmannschaft der Liga. Die Oberfranken haben sogar Chancen, mit einem Heimspiel in die Playoffs zu starten. „Wir haben die Vorentscheidung in Gießen verpasst und uns selbst den Druck eingebracht, das Spiel gegen Bayreuth gewinnen zu müssen“, sagt Baskets-Trainer Mladen Drijencic.
Das Spiel gegen Bayreuth machen die Baskets zum „Rickey Day“. Der 34-jährige Paulding bestreitet seine zehnte Saison in Oldenburg. Gewählt wurde der Termin, weil es das letzte gesicherte Heimspiel in dieser Saison ist. Ob in den Playoffs weitere Partien hinzukommen, ist offen. Möglicherweise wird die Feier zum zehnjährigen Wirken von Paulding in Oldenburg dazu genutzt, eine Vertragsverlängerung mit dem US-Amerikaner bekanntzugeben – es wäre der passende Rahmen. Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller hatte vor einigen Wochen bei der Verlängerung des Kontrakts von Drijencic angedeutet, dass sich bei Paulding „noch vor den Playoffs“ etwas tun könne. Aus sportlicher Sicht wäre ein Verbleib nachzuvollziehen, der Routinier zählt in dieser sehr durchwachsen verlaufenden Saison zu den Leistungsträgern. Dass Paulding zu einem anderen Bundesligisten wechselt, ist nahezu ausgeschlossen. Möglich ist allerdings, dass es seine Frau und die drei Kinder – obwohl bislang in Deutschland aufgewachsen – nun gemeinsam mit Paulding in die eigentliche Heimat USA zieht.
