Oldenburg/Tübingen - Es ist ein Phänomen, das im Profisport immer wieder anzutreffen ist: Auf große Siege und besonders emotionale Abende folgt wenige Tage später ein rapider Leistungsabfall, der den Rausch umgehend in einen Kater verwandelt.
Den Basketballern der EWE Baskets Oldenburg ist es zuletzt so ergangen, als sie nach dem Eurocup-Erfolg bei Paok Thessaloniki eine bittere Niederlage in der Pokal-Qualifikation in Frankfurt kassierten und so das Finalturnier verpassten. Auch bei der vorherigen Bundesliga-Pleite in Bayreuth stand die Mannschaft offensichtlich noch zu sehr unter dem Eindruck des vorangegangenen Spiels gegen die spanische Spitzenmannschaft aus Valencia.
Dass die Schützlinge von Trainer Mladen Drijencic dazugelernt haben, können sie an diesem Sonnabend (20.30 Uhr) im Bundesligaspiel bei den Tigers Tübingen unter Beweis stellen. Die Partie bei den abstiegsgefährdeten Schwaben fällt genau zwischen dem glanzvollen Heimsieg gegen Thessaloniki am vergangenen Dienstag und dem mit Spannung erwarteten Heimspiel gegen Limoges CSP am kommenden Mittwoch (20 Uhr/große Arena), wo die Baskets den Einzug ins Achtelfinale des Eurocups perfekt machen wollen.
Vor der internationalen Kür steht allerdings die nationale Pflicht: In Tübingen geht es für die Oldenburger darum, im engen Rennen um die Playoff-Plätze nicht noch weiter an Boden zu verlieren. Zuletzt waren die Baskets in der Tabelle auf Rang sieben abgerutscht. Bei den Tübingern läuft es seit dem Trainerwechsel zur Baskets-Spielerlegende Tyron McCoy erheblich besser, zuletzt feierte die Mannschaft zwei Siege in Folge.
Das Hinspiel gewannen die Oldenburger erst vor wenigen Wochen deutlich mit 103:72, überragender Mann war seinerzeit Klemen Prepelic. Der Slowene droht aber wegen seiner Rückenprobleme erneut auszufallen, so dass Scott Machado eine erneute Chance erhält. Der Spielmacher ist weiterhin auf der Suche nach seiner Form.
