Oldenburg - Die EWE Baskets Oldenburg haben sich im Playoff-Kampf der Basketball-Bundesliga eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic setzte sich am Sonntag mit 93:81 (49:38) gegen Alba Berlin und feierte damit den ersten Sieg nach vier Liga-Niederlagen in Folge. Durch den Erfolg verteidigten die Oldenburger Platz acht und verkürzten zugleich den Rückstand auf Berlin (6.) auf zwei Punkte.

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Vor 6000 Zuschauern in der ausverkauften großen EWE-Arena zeigten die Baskets eine ganz starke Leistung und zeigten damit die von Clubchef Hermann Schüller geforderte Reaktion auf blamable Derby-Niederlage bei Rasta Vechta vor zwei Wochen. Zum überragenden Akteur aufseiten der Oldenburger avancierte einmal mehr Rickey Paulding. Der 34-jährige Kapitän präsentierte sich in blendender Spiellaune und markierte insgesamt 27 Zähler.

Zu Beginn war den Baskets noch etwas die Verunsicherung durch die zurückliegende Negativserie anzumerken. Berlins Center Elmir Kikanovic sorgte mit sechs Punkten für die 6:2-Führung der Gäste nach drei Minuten. Die Oldenburger schwammen sich aber frei, ein krachender Dunk von Paulding zum 10:10 fegte die Anfangsnervosität beiseite (5.). Phillip Schwethelm legte ein Vierpunkte-Spiel nach, als er einen Dreier trotz Fouls verwandelte und auch den anschließenden Freiwurf im Korb unterbrachte. Brian Qvale schloss eine feine Passstaffette zum 16:10 ab (6.). Kurz zuvor war Vaughn Duggins unter dem stürmischen Beifall der Baskets-Fans eingewechselt worden. Der us-amerikanische Guard bestritt sein erstes Spiel nach knapp viermonatiger Zwangspause infolge einer Sprunggelenkoperation. Duggins fügte sich bei seinem Comeback hervorragend ein und kam am Ende auf zehn Punkte.

Zunächst einmal aber zeigte sich Berlin nur wenig beeindruckt von der starken Baskets-Phase und ging in der neunten Minute durch einen Dreier des erst am Donnerstag verpflichteten Gerald Robinson wieder in Front (23:30). Mit vier Punkten in Folge eroberten sich die Hausherren die Führung aber zur ersten Viertelpause zurück.

Ab Mitte des zweiten Abschnitts setzten sich die Oldenburger ab: Schwethelm traf erst einen Dreier, verwertete dann einen klasse Pass von Chris Kramer unterm Korb und Paulding jagte einen weiteren Distanzwurf durch die Reuse. Die Baskets lagen nun mit 39:31 (16.) vorn und bauten diesen Vorsprung bis zur Pause auf elf Zähler aus (49:38).

Alba kam stark aus der Kabine und verkürzte auf 43:49 (12.). Oldenburg fand aber schnell wieder zu seinem Spiel aus dem ersten Durchgang und hielt die Berliner auf Distanz. Nach Pauldings Dreier zum 66:54 (27.) ging es beim Stand von 70:62 ins Schlussviertel, wo der Baskets-Kapitän dann ganz groß aufdrehte. Paulding allein erzielte die ersten elf Punkte der Gastgeber - nach seinem Treffer zum 81:67 (34.) bebte die Halle. Konsternierte Berliner hatten keine Antwort mehr parat, Oldenburg spielte sich in der Schlussphase den gesamten Frust der vergangenen Wochen von der Seele.