Oldenburg - Vor dem 34. Bundesliga-Spieltag zitterten die EWE Baskets Oldenburg schon manches Mal um den Einzug in die Playoffs. Dieses Mal können die Basketballer die Sache ruhiger angehen, die Qualifikation für die Saison-Verlängerung steht bereits fest. In der abschließenden Hauptrunden-Partie gegen die Riesen Ludwigsburg an diesem Donnerstag (15 Uhr, große EWE-Arena) geht es für die Oldenburger dennoch darum, die Spannung hochzuhalten.

Dass die Mannschaft von Trainer Sebastian Machowski als Tabellenvierter in den Playoffs gegen den Fünften Baskets Bonn spielt (die erste Partie steht am 10. Mai an), ist seit Sonntag sicher. Die Ludwigsburger sind ebenfalls schon für die Playoffs qualifiziert, offen ist noch ihre Platzierung. Achter ist das Team in jedem Fall und würde so auf den bereits als Hauptrunden-Meister feststehenden FC Bayern treffen. Durch einen Sieg in Oldenburg und entsprechende Ergebnisse der Konkurrenz können die Riesen noch auf Platz sieben vorrücken. Dann wären die Baskets Bamberg oder Alba Berlin der Gegner. Die beiden konkurrieren noch um Platz zwei, den derzeit Bamberg belegt.

Am Donnerstag wird zudem entschieden, wer Schlusslicht Rasta Vechta (tritt um 15 Uhr bei den Eisbären Bremerhaven an) in die 2. Liga begleiten muss. Dabei kann Michael Koch (48) mit dem BBC Bayreuth seinen Bruder Stefan (50) und die Baskets Würzburg aus dem Oberhaus verabschieden. Gewinnt der jüngere der beiden Brüder, steigt der ältere in jedem Fall ab. Anders herum würde ein Würzburger Sieg allein den Gastgebern noch nicht den Klassenerhalt bescheren. Nur wenn die Tigers Tübingen verlieren – das Team spielt zeitgleich an diesem Donnerstag (15 Uhr/Sport 1) gegen Phoenix Hagen –, würde den Würzburgern ein eigener Sieg die weitere Bundesliga-Zugehörigkeit sichern. Tübingen wäre dann der zweite Absteiger.

Beim Team von Stefan Koch schlägt im Abstiegskampf die Bestrafung durch den Ligaverband voll durch. Die BBL hatte den Würzburgern vor Monaten wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten zwei Pluspunkte abgezogen, so dass sie die eigentlich nach 33 Spielen rechnerisch nicht mögliche Zahl von 18:46 Zählern aufweisen.

Die Baskets Bamberg fahnden derweil nach einem bislang unbekannten Flaschenwerfer und haben für die Identifizierung des Täters eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt. Der Unbekannte hatte am vergangenen Freitag im Spiel gegen Oldenburg (75:82) eine halbvolle Plastikflasche aufs Spielfeld geworden. Verletzt wurde niemand.

Hauke Richters
Hauke Richters Sportredaktion (Leitung)