Oldenburg - Die weiße Weste verloren, das Ziel erreicht: Die EWE Baskets Oldenburg stehen trotz einer 88:92 (41:41)-Niederlage am Dienstagabend gegen die Baskets Bonn vorzeitig als Sieger der Zwischenrundengruppe L in der Euro-Challenge fest.

Grund ist der nach dem 82:65-Erfolg im Hinspiel gewonnene direkte Vergleich mit den Rheinländern, die sich durch den Sieg als Gruppenzweiter ebenfalls bereits vor dem letzen Spieltag für die Viertelfinalserie (ab dem 12. März) qualifizierten. Die Bonner profitierten von der Niederlage von Tsmoki Minsk bei Okapi Aalstar. Für die Oldenburger, die das Ticket für die Runde der besten acht bereits vor der Partie gebucht hatten, war es im elften Spiel die erste Niederlage in der diesjährigen Europapokalsaison.

1920 Zuschauer in der EWE-Arena sahen eine ausgeglichene und spannende Partie der beiden Basketball-Bundesligisten. Bester Werfer bei Oldenburg war Chris Kramer (19 Punkte), auf Bonner Seite überragte Jamel McLean (28 Zähler). Aufregung gab es bereits vor dem Tipp-off: Bei einigen Zuschauern wurden bei der Einlasskontrolle Bengalos gefunden. Im Spiel selbst blieb es aber ruhig.

„Es ist schade, dass wir nicht mehr ungeschlagen sind. Dennoch sind wir natürlich froh über Platz eins“, sagte Oldenburgs Trainer Sebastian Machowski. Sein Team agierte trotz der komfortablen Ausgangslage – selbst eine Niederlage mit 16 Punkten Differenz hätte für den Gruppensieg gereicht – von der ersten Sekunde an konzentriert. Schnell führten die Gastgeber mit 6:2 (3. Minute).

Danach fand Bonn, das auch das sechste Spiel in Folge gewann, besser in die Begegnung. Die Gäste gingen in Führung (7:6, 5.) und gaben diese bis zum Viertelende nicht mehr ab (20:17).

Im zweiten Abschnitt kamen die Oldenburger besser aus den Startlöchern – dank eines 8:0-Laufs hieß es rasch 25:20 (12.). Doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln. Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Mit einem 41:41 ging es in die Kabinen.

Auch im dritten Durchgang gehörte der Beginn wieder den Gastgebern (47:43, 22.). Im Anschluss ließ sich Oldenburg aber von einigen strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen aus dem Konzept bringen. Bonn nutzte dies und setzte sich bis zum Viertelende auf fünf Punkte ab (65:60).

In den letzten zehn Minuten stemmte sich die Machowski-Truppe gegen die drohende Niederlage und ging sogar wieder in Front (69:68, 32.) – doch letztlich bewiesen die Gäste den längeren Atem. „Wir haben Bonn nichts geschenkt. Uns hat am Ende vielleicht das letzte Quentchen Energie gefehlt“, bilanzierte Machowski.