Lyon/Oldenburg - Die EWE Baskets Oldenburg haben am neunten Spieltag der Champions League ihre vierte Niederlage kassiert. Am Dienstagabend verlor der Basketball-Bundesligist sein Auswärtsspiel bei Asvel Lyon-Villeurbanne mit 69:76 (37:43). Bester Werfer der Oldenburger war Rickey Paulding, der 15 Punkte erzielte. Für die Gastgeber sammelte Charles Kahudi die meisten Zähler (13).
Mit dem amtierenden französischen Meister hatten die Baskets noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen. Am 25. Oktober kassierten die Oldenburger in der großen Arena mit der Schlusssirene den Korb, der eine 79:81-Heimniederlage bedeutete. Fassungslose Gesichter auf dem Feld und auf der Tribüne waren die Folge gewesen.
In Lyon gestaltete die Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic die Partie zunächst sehr ausgeglichen. Kapitän Paulding trat früh als Punktesammler in Erscheinung, dazu leistete Center Brian Qvale – zumindest vor dem Seitenwechsel – unter dem Korb ebenfalls ganze Arbeit. Die Franzosen, die in der heimischen 18er-Liga derzeit den achten Platz belegen, führten zum Ende des ersten Viertels knapp mit 19:18.
Auch in den zweiten zehn Minuten lagen die beiden Teams zunächst dicht beieinander. Dann setzte sich die Mannschaft von Trainer JD Jackson etwas ab, zur Halbzeitpause lagen die Gastgeber mit 43:37 in Führung.
Wenn Qvale eine Pause erhielt, brachte Drijencic für ihn Dirk Mädrich. Der jüngst nachverpflichtete Center Jannik Freese, der am Wochenende im Spiel gegen Würzburg kurz zum Einsatz gekommen war, durfte dieses Mal nicht aufs Feld. Mädrich nutzte indes seine Chance. Er war mit 14 Punkten (bei knapp 18 Minuten Spielzeit) zweitbester Oldenburger Werfer. Maxime De Zeeuw, ebenfalls ein Akteur für die großen Positionen, fand dagegen nicht recht ins Spiel.
Nach dem Seitenwechsel baute Lyon die Führung leicht aus. Aber das Drijencic-Team blieb dran, Mädrich verkürzte per Dreier auf 47:50 aus Oldenburger Sicht (26. Minute). Kurz danach gelang Dennis Kramer per Dreier sogar der Ausgleich (52:52). Zum Viertelende lag Lyon aber wieder mit 59:52 vorn.
Im Schlussabschnitt gelang es dem Bundesligisten nicht mehr, an Lyon heranzukommen. Der Frust darüber äußerte sich bei Drijencic in lautstarken Forderungen, die mit einem Technischen Foul bestraft wurden.
