Bonn/Oldenburg - Diesmal blieb die Aufholjagd ohne Erfolg: Die EWE Baskets Oldenburg haben die Vorentscheidung im Playoff-Viertelfinale verpasst. Am Dienstagabend verlor der Basketball-Bundesligist bei den Baskets Bonn mit 61:72 (25:35) und kassierte in der Serie den 1:1-Ausgleich. Weil drei Siege zum Weiterkommen nötig sind, steht fest, dass die Oldenburger ein weiteres Mal in die frühere Bundeshauptstadt reisen müssen. Partie Nummer vier in Bonn findet an diesem Sonntag um 17 Uhr statt. Welches Team dann einen Matchball hat, entscheidet sich an diesem Donnerstag (18.05 Uhr/Sport 1) in Spiel drei in der großen EWE-Arena.

Am Dienstag ähnelte der Spielverlauf dem vom vergangenen Sonnabend. Explosive und zielstrebige Bonner hatten das Geschehen lange Zeit unter Kontrolle, Oldenburg fand erst Mitte des dritten Viertels in die Begegnung. Anders als beim 69:63 zum Serien-Auftakt konnte die Mannschaft von Trainer Sebastian Machowski die Partie aber nicht mehr drehen.

Playoff-Love!Ticker: Bonn vs. Oldenburg (Spiel 2)

Vor 5890 Zuschauern auf dem Bonner Hardtberg waren die Hausherren von Beginn an höchst konzentriert. Die ersten Oldenburger Punkte gelangen Adam Chubb nach zwei Minuten (2:4). Die unnachgiebigen Bonner Verteidiger ließen im ersten Viertel lediglich zwölf Zähler zu. Ein weiterer Grund für das 12:21 aus Sicht der Gäste: Nur 26 Prozent der Wurfversuche aus dem Feld fanden ihr Ziel, von jenseits der Dreierlinie gelang gar kein Treffer.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts geriet Oldenburg noch mehr in die Bredouille. Nach zwei Fehlpässen von Dru Joyce und Julius Jenkins, die die Rheinländer zum 27:14 nutzten, nahm Machowski eine Auszeit. Zwar verkürzte seine Mannschaft zwischenzeitlich auf 23:29 (17. Minute), Bonn zog mit zum Teil spektakulärem Basketball aber wieder auf zehn Punkte davon. Dass der spätere Topscorer Jenkins (14 Zähler) bis zur Pause ohne einen einzigen Punkt blieb, war ein Hinweis darauf, wie wenig bei den Gästen offensiv zusammenlief. „Wir haben nicht gut geworfen, nicht gut getroffen, insgesamt nicht gut gespielt“, sagte Machowski und nannte ein weiteres Defizit seines Teams: „Wir hatten nicht einen Freiwurf in der ersten Halbzeit. Da waren wir vielleicht nicht aggressiv genug.“

Mit Beginn des dritten Abschnitts steigerten sich die Oldenburger, Jenkins brachte sein Team mit seinen ersten Zählern wieder in Schlagdistanz (37:43, 27.). Als Jenkins kurz darauf auf 52:54 verkürzte (34.), durften die rund 100 mitgereisten Fans auf eine Wiederholung der Geschichte aus dem ersten Spiel hoffen. Es blieb bei der Hoffnung.