BERLIN - Der deutsche Basketball-Meister Alba Berlin hat seinen Anspruch auf Platz eins in der Bundesliga-Hauptrunde eindrucksvoll untermauert. Die Berliner gewannen am Mittwoch das Spitzenspiel gegen BG Göttingen deutlich mit 91:54 (42:26) und verkürzten dadurch den Rückstand auf Tabellenführer EWE Baskets Oldenburg auf zwei Zähler. Drei Spiele vor Beginn der Playoffs liegt Oldenburg nun mit 50:12 Punkten vor den Berlinern (48:14) und Göttingen (46:16) in Front. Am letzten Spieltag muss Oldenburg bei Alba zum wohl entscheidenden Duell um Hauptrunden-Platz eins antreten.
In der Berliner Arena überzeugten die „Albatrosse“ vor 8472 Zuschauern vor allem von der Drei-Punkte- und der Freiwurf-Linie, wo das Team von Trainer Luka Pavicevic zuletzt in Tübingen noch große Probleme hatte. Bester Werfer der Gastgeber war Aleksandar Nadjfeji mit 18 Punkten, Casey Jacobsen steuerte 16 Zähler zum dritten Berliner Sieg in Folge bei.
Die Gäste, die nach zuletzt fünf Siegen wieder eine Niederlage einstecken mussten, enttäuschten vor allem durch eine miserable Wurfquote aus dem Feld. Auch im Schlussabschnitt hatte die BG den weiterhin energisch auftretenden Berlinern nichts entgegenzusetzen und musste so ein Debakel hinnehmen. Das Team von Trainer John Patrick hat nun nur noch theoretische Chancen auf den ersten Platz.
Derweil schätzt Basketball-Nationaltrainer Dirk Bauermann die Chancen für einen Einsatz von Dirk Nowitzki bei der Europameisterschaft im September in Polen als gering ein. „Man darf nicht übertrieben optimistisch sein. London 2012 ist sein nächstes Ziel mit der Nationalmannschaft, dafür hat die EM im Herbst keine wirkliche Bedeutung“, meinte der Bundestrainer. Allerdings hat er die Hoffnung nicht ganz aufgegeben, dass der Superstar der Dallas Mavericks das deutsche Trikot trägt, denn er habe drei Monate, um sich zu erholen.
Große Bedeutung hat für Bauermann weiter die Entwicklung junger deutscher Talente, die im Alter zwischen 18 und 22 Jahren vor allem viel Spielpraxis in der Bundesliga benötigten.
