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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Nach Pokalfinale In Berlin: Oldenburger trocknen ihre Tränen

18.02.2020

Berlin /Oldenburg Als Rasid Mahalbasic mit gesenktem Kopf in Richtung der Katakomben der Mercedes-Benz-Arena am Ostbahnhof ging, streckten ihm die Fans aufbauend die Hand entgegen – aufmunternde Worte begleiteten den Center der EWE Baskets Oldenburg sowie seine Mitspieler bei ihrem Gang in den Spielertunnel. Auf der LED-Leuchtbande über dem Gästeblock stand in großen, weißen Lettern geschrieben: „Deutscher Pokalsieger 2020 – Alba Berlin“. Triumph und Trauer liegen im Sport eben eng beieinander.

So bitter die 67:89 (43:40)-Niederlage im Basketball-Pokalfinale am Sonntagabend in Berlin auch war – am Ende war sie gerechtfertigt. Das musste auch Mahalbasic anerkennen. „Wir haben verdient verloren. Es ist leider so. Es war nicht zu erwarten, dass wir hier in Berlin leicht gewinnen“, sagte der Österreicher (13 Punkte): „Wir haben in der zweiten Halbzeit schlecht gespielt. Alba hat das ausgenutzt.“

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Dabei begann die Mannschaft von Baskets-Trainer Mladen Drijencic vor 14 614 euphorischen Zuschauern furios. Sie kämpfte, ackerte und setzte Berlin sofort unter Druck. Man merkte ab der ersten Sekunde, dass sich das Team den großen Traum vom Titelgewinn in Berlin erfüllen wollte. Doch das dritte Viertel leitete die Wende ein und machte alle Hoffnungen auf den zweiten Pokalerfolg nach 2015 binnen Minuten zunichte. Alba startete mit einem 13:3-Lauf in die zweiten 20 Minuten und drehte die Partie (53:46, 25. Minute) – auch weil die Berliner Rickey Paulding in Halbzeit zwei aus der Partie nahmen und im Prinzip ein Vier-gegen-Vier plus eine Manndeckung gegen den Routinier spielten.

„Es ist enttäuschend, vor allem wenn du eine gute erste Halbzeit gespielt hast und dann in der zweiten Hälfte so zusammenfällst“, erklärte Robin Amaize, der kurz nach dem Spiel versuchte, die Gründe für die Niederlage in Worte zu fassen: „Da spielen viele Faktoren hinein, aber ich denke, dass wir uns etwas selbst verloren haben. Wir haben die Bälle zu leicht weggeschmissen und unsere Würfe nicht getroffen.“

Mit 25:8 entschied Berlin diesen dritten Abschnitt vorentscheidend für sich. Oldenburg kam zwar noch einmal etwas heran, am Ende spielten die Gastgeber aber ihre ganze Erfahrung und Cleverness aus. Berlin hat durch den Titelgewinn seinen Finalfluch beendet. Im sechsten Endspiel unter Trainer Alejandro Garcia Reneses holten die Albatrosse einen Titel in die Hauptstadt. Es ist der zehnte Pokalsieg der Vereinsgeschichte.

„Wir konnten die Träume der Fans nicht erfüllen“, entschuldigte sich Drijencic beinahe schon für die Finalniederlage: „Ich möchte mich aber für die großartige Unterstützung bedanken. Glückwunsch an Alba Berlin zum Pokalsieg.“

Die über 1300 mitgereisten Baskets-Fans peitschten ihr Team 40 Minuten lang bedingungslos nach vorn und sorgten bei ihren Spielern auf dem Parkett so für Gänsehaut. „Die Unterstützung der Fans war super. Vor dem Spiel haben schon viele gesagt, das war der erste Sieg. Die ,gelbe Wand‘ hast du auf dem Spielfeld auch gehört und gespürt. Das war Wahnsinn“, sagte Amaize.

Und auch Philipp Schwethelm war von diesem Rückhalt überwältigt. „Ich glaube, jeder von uns wird die unglaubliche Unterstützung der Fans aus diesem Spiel mitnehmen. Was wir vorher auf den Social-Media-Kanälen gesehen haben, wie wir hier an der Halle empfangen wurden. Auch wenn wir keinen Pokal mitnehmen konnten sind das Momente, die jeder von uns auch nach der Karriere im Kopf behalten wird. Ich habe jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an den Empfang denke. So etwas habe ich so noch nie erlebt“, schwärmte Schwethelm.

Zwar haben es die Oldenburger nicht geschafft, auch das vierte Auswärtsspiel in Folge im Pokal für sich zu entscheiden, dennoch macht das Spiel gegen Berlin – abgesehen vom dritten Viertel – Mut für die kommenden Aufgaben in der Bundesliga und im Eurocup. „Wir wissen alle, dass es weiter geht, die Saison ist noch lang und wir behalten den Kopf oben“, sagte Amaize.

Auch Clubboss Hermann Schüller richtete am Montag den Blick bereits wieder nach vorn: „Unsere Tränen sind getrocknet. Wir haben noch viel vor in dieser Saison.“

Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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