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NWZonline.de Sport Basketball EWE Baskets

Corona-Krise: Basketballclubs bangen um Existenz

21.03.2020

Berlin /Vechta /Oldenburg Bayern München gegen Rasta Vechta – auf diese Partie hatten sich die Basketballer aus dem Oldenburger Münsterland und ihre Fans seit Wochen gefreut. Doch anstatt wie ursprünglich geplant an diesem Sonntag den Titelverteidiger herauszufordern, sind Vechtas Profis wie die gesamte Liga wegen der Coronavirus-Pandemie zum Nichtstun verdammt. Und sie stehen vor einer ungewissen Zukunft. „Die Situation ist wirklich sehr ernst“, sagte Vechtas Club-Boss Stefan Niemeyer: „Auf uns allein gestellt, haben wir praktisch keine Chance, Rasta Vechta am Leben zu erhalten.“

Mit einem Etat von rund drei Millionen Euro hatten die Verantwortlichen zu Saisonbeginn kalkuliert. Dieser Plan ist aufgrund fehlender Einnahmen nun über den Haufen geworfen. Für die Mitarbeiter ist bereits Kurzarbeit beantragt.

Die große Frage ist: Geht die Saison in der Basketball-Bundesliga BBL überhaupt weiter? Wenn ja, wann? Und wie? BBL-Geschäftsführer Stefan Holz ist mit vielen Fragen konfrontiert. Der Liga-Betrieb ist bis auf Weiteres ausgesetzt, in der kommenden Woche wollen die Liga und die Clubs erneut beraten, wie die Spielzeit noch zu retten ist. „Wir haben verschiedene Szenarien für den Spielplan, wann wir wieder einsteigen könnten“, sagte Holz: „Aber wir müssen die Clubs auch über den Sommer bringen.“

Die Not bei einigen Vereinen ist aktuell so groß, dass vielleicht schon schneller eine Entscheidung her muss. Das könnte dann Saisonabbruch bedeuten. Am Donnerstag teilte Medi Bayreuth mit, dass mit gleich vier Spielern aus den USA die Verträge aufgelöst wurden. „Wir arbeiten weiter mit Hochdruck daran, den Basketball-Standort Bayreuth überlebensfähig zu halten“, sagte Geschäftsführer Björn Albrecht zu den Maßnahmen, die den Kader auf einen Schlag um ein Drittel reduzierten. Die Franken müssen dem Quartett damit keine Gehälter mehr bezahlen, was angesichts fehlender Einnahmen aus Ticketing und Sponsoring alternativlos ist.

Auch bei Rasta Vechta hat sich inzwischen der erste US-amerikanische Spieler verabschiedet. Ryan Quaid, der in der zweiten Mannschaft spielte, ist auf dem Rückweg in die Heimat.

Bei den EWE Baskets Oldenburg gibt es laut Clubsprecher Roland Schekelinski keine Akteure, die den Verein verlassen möchten. In dieser Woche sei meist individuell trainiert worden, seit Freitag haben die Profis einige Tage frei. Und in dieser Zeit würden die Spieler das tun, was die gesamte Bevölkerung derzeit tun solle: zuhause bleiben.

Mitte nächster Woche, so Schekelinski, solle sich das Team – wenn die äußeren Umstände es zulassen – wieder versammeln. Dann würde mit der Baskets-Geschäftsführung um Hermann Schüller und Trainer Mladen Drijencic besprochen, wie es weitergehen könne. „Ich denke, wir sind noch ein Stück weit von einem Shutdown wie im Eishockey entfernt“, sagte Schüller am Freitag: „Wir sollten uns noch etwas Zeit geben.“

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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