BONN - Titelverteidiger Baskets Bamberg und das Überraschungsteam der Gießen 46ers sind neben den EWE Baskets Oldenburg die einzigen noch ungeschlagenen Mannschaften in der Basketball-Bundesliga. Während Meister Bamberg am Sonntag mit 75:66 gegen die Eisbären Bremerhaven gewann, siegten die Gießener mit 73:67 gegen Aufsteiger BBC Bayreuth. Oldenburg setzte sich mit 75:65 bei den Artland Dragons Quakenbrück durch.

Die Baskets Bonn hatten bereits am Sonnabend überraschend deutlich mit 97:83 gegen die BG Göttingen gewonnen. Die Rheinländer, für die es der erste Saisonsieg war, haben im Gegensatz zum Trio Bamberg, Gießen und Oldenburg erst zwei Spiele bestritten.

Bamberg tat sich vor 6749 Zuschauern in der ausverkauften Stechert-Arena eine Halbzeit lang extrem schwer. Im ersten Viertel wurden die Franken mit 29:16 förmlich überrollt, zur Pause lagen sie immer noch mit neun Punkten hinten (35:44). Doch mit einem großen Kraftakt nach der Halbzeit wendeten die Gastgeber die Partie doch noch zu ihren Gunsten. Beste Werfer bei den Baskets waren Anton Gavel und Brian Roberts mit je 14 Punkten, Nationalmannschafts-Center Tibor Pleiß kam auf elf Zähler. Bei den Eisbären von Trainer Doug Spradley, die im dritten Spiel ihre erste Saisonniederlage kassierten, überzeugte Rückkehrer Andrew Drevo (15).

Seinen ersten Saisonsieg feierte Vizemeister Frankfurt. Die Skyliners setzten sich gegen die vom früheren Frankfurter Coach Murat Didin trainierten Giants Düsseldorf mit 58:43 durch. Bester Werfer im Team von Trainer Gordon Herbert war Jimmy McKinney mit zehn Punkten. Bei den weiter sieglosen Rheinländern kam DeAndre Haynes auf zwölf Zähler.

Es war die Begegnung mit den zweitwenigsten Punkten seit Einführung der BBL-Datenbank 1998. Noch weniger Zähler fielen bislang nur bei der Partie zwischen den Baskets Bamberg und RE Köln (50:33) 2007.

„Das Resultat ist natürlich schön. Doch um bei den Baskets in Bamberg am Mittwoch zu bestehen, müssen wir viel besser auftreten“, sagte Skyliners-Coach Gordon Herbert vor allem angesichts der Schwächen in der Offensive.

Weiter sieglos bleibt RP Ulm. Das Team der beiden deutschen Nationalspieler Robin Benzing und Per Günther verlor nach dem Auftaktspiel in Bamberg auch die zweite Begegnung in der Fremde bei den Phantoms Braunschweig mit 62:74. Bester Werfer bei den Braunschweigern war Brandon Thomas mit 20 Punkten.