Herr Fischer, Sie spielen mit den Baskets Bonn innerhalb weniger Tage zweimal gegen den selben Gegner, nämlich die EWE Baskets Oldenburg. Wie viel von dem, was Ihre Mannschaft am Sonnabend im Pokal-Halbfinale abliefern will, hat sie bereits beim 70:59-Sieg im Punktspiel am Ostermontag gezeigt?
Mathias Fischer (43)Natürlich wollten wir nicht alles zeigen. Oldenburgs Trainer Mladen Drijencic ist ein alter Fuchs. Wir werden zwei, drei neue Sachen machen. Er wird sich sicherlich auch ein paar neue Sachen überlegen, höchstwahrscheinlich wird Oldenburg ganz anders werfen und mehr Selbstvertrauen zeigen.
Was hat sich in der Oldenburger Mannschaft unter dem neuen Trainer verändert?
FischerIch denke, das ist nach erst zwei Spielen ein bisschen schwierig zu sagen. Man hat aber im ersten Spiel gegen Quakenbrück schon deutlich gesehen, dass mit viel mehr Intensität und Power gespielt wurde. Und die Würfe sind gefallen.
Sie haben gesagt, die Rückrunde werde schwieriger als die Hinrunde, nach der Sie Sechster waren. Jetzt stehen sie auf Platz fünf und haben gute Chancen aufs Heimrecht in den Playoffs. Sind Sie zufrieden?
FischerJa, wir sind zufrieden. Aber Zufriedenheit ist der erste Schritt, mit dem man sich rückwärts bewegt. Wir haben immer noch Ziele. Das Duell mit Ulm um Platz vier läuft. Es sind noch ein paar Spiele zu spielen, und wir wollen uns möglichst gut platzieren, um uns das Heimrecht zu sichern.
Wie stehen Ihre Chancen im Pokalspiel gegen Oldenburg? Die Playoff-Serien gingen in den vergangenen Jahren jeweils knapp verloren.
Fischer Es ist ein völlig neues Spiel. Oldenburg wird alles tun, um ins Finale zu kommen, um einen Titel zu holen. Und wir werden alles tun, um den Sieg zu klauen und Sonntag im Finale zu stehen.
Nirgendwo ist es so leicht, einen Titel zu gewinnen, wie im Pokal. Stimmen Sie zu?
FischerGenau. Wenn man eine Playoff-Serie gegen Bamberg, München oder Berlin spielt, ist es etwas ganz anderes. Wenn eine Mannschaft einen guten Tag erwischt, kann jeder jeden schlagen. Das weiß jeder. Oldenburg kann das, wir können es, und die zwei von da oben, Berlin und Bamberg, können es.
