BRAUNSCHWEIG - Im Stillen hatten Spieler und Fans der EWE Baskets Oldenburg darauf gehofft, dass im zweiten Spiel der Viertelfinal-Playoff-Serie gegen die Phantoms Braunschweig mit dem zweiten Sieg der Grundstein für den Einzug ins Halbfinale gelegt werden würde. Wurde er aber nicht. Braunschweig glich durch den 73:65-Sieg zum 1:1 aus. Nachhaltig wurden am Donnerstagabend die mahnenden Worte von Baskets-Trainer Predrag Krunic mit Inhalt gefüllt, als er vor dem Beginn der Serie über Braunschweig von „einer spielstarken und individuell gut besetzten Mannschaft“ sprach.

Vielleicht ließ Spiel Nummer eins, das Oldenburg 83:67 sicher gewann, die Baskets zu sorglos werden. Zwar wiederholte Braunschweigs Trainer Sebastian Machowski auch am Donnerstag seine Bewunderung gegenüber der Oldenburger Mannschaft. Das war aber wohl eher ein taktisches Manöver, auf das die Baskets jetzt nicht mehr hereinfallen dürften. Braunschweig spielte am Donnerstag am Limit, zeigte unheimlich viel Laufbereitschaft und den Siegeswillen, der in den Playoffs entscheidend sein kann.

Im dritten Spiel am Sonntag (18 Uhr, EWE-Arena) müssen sich die Baskets von einer anderen Seite präsentieren. Hier muss ein Sieg her, denn sonst würde der Druck groß und das vierte Spiel am Mittwoch (voraussichtlich 19 Uhr) in Braunschweig zum Endspiel werden, das gewonnen werden müsste. Wer die Mannschaft zum zweiten Auswärtsspiel begleiten will, kann sich Sonntag an den Fanständen in der Arena melden.

Am Sonntag müssen die Baskets versuchen, sich trotz einer aggressiven Phantoms-Verteidigung freie Distanzwürfe zu ermöglichen. Nur fünf Treffer bei 29 Versuchen (17 Prozent) wie am Donnerstag sind zu wenig. Zudem müssen sie mit der Intensität in der Defensive zu Werke gehen, wie sie die Phantoms einbrachten, und klarer zeigen, dass sie siegeshungrig sind. Entschlossener als zuletzt müssen sie auf die Aktionen des Gegners reagieren, bzw. selbst die Initiative übernehmen. Jason Gardner ist genauso gefragt wie Milan Majstorovic und Jasmin Perkovic.

Zufrieden konnte der oft erregte und unzufriedene Krunic im zweiten Spiel nur mit seinen Centern sein. Marko Scekic – mit 18 Punkten und einer Trefferquote von 82 Prozent bester Oldenburger Punktesammler – und Ruben Boumtje Boumtje (11/100 Prozent) stachen heraus. So wie sie müssen auch die anderen Baskets im dritten Spiel zu Werke gehen, um den zweiten Sieg zu landen.

Von dem ist der Rekordmeister Alba Berlin gegen die Skyliners Frankfurt weit entfernt. 0:2 liegen die Mannen von Trainer Luka Pavicevic hinten. Für sie ist ab sofort jedes Spiel ein Endspiel. „Der Druck könnte größer nicht sein“, meinte Alba-Geschäftsführer Marco Baldi angesichts der Lage und der Tatsache, dass Jurica Golemac nach Ärger suspendiert wurde und nicht mehr für Alba spielen werde, sagte Baldi.