BRAUNSCHWEIG - Die EWE Baskets Oldenburg haben ihren zahlreichen schwachen Auftritten in dieser Saison einen weiteren hinzugefügt. Am Sonntagnachmittag verlor die Mannschaft von Trainer Ralph Held bei den Phantoms Braunschweig mit 85:99 (49:62) und hat damit auch theoretisch keine Chance mehr, die Playoffs in der Basketball-Bundesliga zu erreichen. Somit endet die Saison für den derzeitigen Tabellenelften bereits sehr früh, nämlich nach dem Heimspiel gegen Ludwigsburg am kommenden Sonnabend (20 Uhr, EWE-Arena). Danach haben die Oldenburger dann viel Zeit, die Fehler dieser Saison aufzuarbeiten.
Zuletzt hatten die Baskets in der Saison 2006/07 die Playoffs verpasst, damals hatte Trainer Don Beck gehen müssen. In den vergangenen vier Spielzeiten hatten sich die Oldenburger dann jeweils für die Bonusrunde qualifiziert und waren 2009 sogar Meister geworden. Nach der Trennung von Trainer Predrag Krunic im März dieses Jahres verpasste der vom Assistenten zum Chef beförderte Held nun aber das vor Saisonbeginn ausgegebene Minimalziel, nämlich das Erreichen der Playoffs.
Zur neuen Saison wird Sebastian Machowski die Baskets übernehmen. Er steht noch bis Ende dieser Saison beim Gegner vom Sonntag, den Phantoms Braunschweig, unter Vertrag.
Die Oldenburger hätten das Spiel gewinnen müssen, um noch eine kleine, rein rechnerische Möglichkeit auf den Einzug in die Meisterrunde zu besitzen. Völlig unverständlich war daher die Leistung in der Defensive: Zur Pause hatten die wie entfesselt aufspielenden Braunschweiger, die ihrerseits noch um das Erreichen der Playoffs kämpfen, bereits 62 Punkte erzielt. Nach dem Wechsel schonte Machowski vor 3217 Zuschauern angesichts des sich anbahnenden Sieges einige seiner Spieler aus der Startformation für das wichtige Nachholspiel gegen Bonn am Mittwoch.
In der 26. Minute wurde Oldenburgs Aufbauspieler Bobby Brown mit einem disqualifizierenden Foul des Feldes verwiesen. Der Amerikaner hatte zuvor einen eigenen Korberfolg ausgiebig bejubelt, was von den Schiedsrichtern allerdings als technisches Foul gewertet wurde. Brown war über diese kaum nachzuvollziehende Entscheidung so erbost, dass er mit den Unparteiischen so lange heftig diskutierte, bis diese ihn vom Feld stellten.
Bester Werfer der Baskets war Kapitän Rickey Paulding, der 20 Punkte erzielte. Brown kam trotz seines frühen Ausscheidens auf 14 Zähler und war damit zweitbester Schütze der Gäste. Bei den Braunschweigern erzielte Kyle Visser (19) die meisten Punkte.
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