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100:64-Gala In Braunschweig Sogar Gegner staunt über Baskets

Christopher Deeken

Braunschweig/Oldenburg - Dass eine gelungene Vorbereitung nicht zwingend einen erfolgreichen Saisonstart zur Folge haben muss, hat sich oft genug herausgestellt. Entsprechend waren Verantwortliche und Spieler der EWE Baskets Oldenburg vor dem Auftaktspiel bei den Löwen Braunschweig sehr darum bemüht, den sieben Siegen in sieben Testspielen nicht zu viel Bedeutung beizumessen und bloß keine Überheblichkeit aufkommen zu lassen.

Seit Samstagabend steht fest, dass die Sorgen vor einer bösen Überraschung unbegründet waren. Oldenburgs Basketballer legten mit einem 100:64 (48:30)-Kantersieg in Braunschweig einen Traumstart in die neue Bundesliga-Saison hin und unterstrichen mit ihrer Gala-Vorstellung, dass mit ihnen in dieser Spielzeit zu rechnen ist. So ganz nebenbei stellten die Baskets auch noch einen Clubrekord auf – der Auswärtssieg mit 36 Punkten Differenz war der höchste Auftakterfolg der Oldenburger in ihrer 18-jährigen Erstliga-Historie.

„Oldenburg war bärenstark“

„Wir waren sehr fokussiert, weil wir wussten, dass es in Braunschweig sehr schwer werden kann. Jeder Spieler hat einen super Job gemacht“, meinte Will Cummings, der ein beeindruckendes Bundesliga-Debüt ablieferte. Der neue Baskets-Spielmacher war von den Braunschweigern nie zu kontrollieren, narrte seine Gegenspieler ein ums andere Mal und avancierte mit 25 Punkten zum Topscorer.

Angeführt von Cummings sprühten die Oldenburger nur so vor Spielfreude und nahmen die Braunschweiger nach allen Regeln der Kunst auseinander. Sogar Löwen-Trainer Frank Menz zog den Hut vor der Leistung der Baskets: „Das war eine derbe Niederlage, die wir in dieser Höhe nicht erwartet haben. Oldenburg war bärenstark, neben ihrer offensiven Qualität haben sie uns auch defensiv alles weggenommen.“

Vor 3115 Zuschauern hielten die Gastgeber nur im ersten Viertel (16:16) mit, ehe die Baskets zu Beginn des zweiten Abschnitts ernst machen. Nach einem 26:3-Lauf stand es nach 17 Minuten bereits 42:19 für die Oldenburger, die immer wieder über ihre aggressive Verteidigung zu Ballgewinnen kamen und dann blitzschnell umschalteten.

Baskets-Zugänge überzeugen

„In dieser Phase haben wir viele leichte Punkte gemacht und Selbstvertrauen getankt“, sagte Baskets-Coach Mladen Drijencic, der zufrieden registrierte, dass seine Mannschaft gegen resignierende Hausherren auch in der zweiten Halbzeit nicht locker ließ und ihre mitgereisten Fans mit vielen fein herausgespielten Punkten verwöhnte. Die Braunschweiger blieben staunend zurück. „Wir hatten uns das natürlich anders vorgestellt, als hier mit 40 Punkten aus der Halle geputzt zu werden. Oldenburg ist ein sehr starkes Team – für uns war es ein sehr lehrreicher Abend“, meinte Christian Sengfelder.

Neben Cummings hinterließen auch die anderen beiden Baskets-Zugänge Eindruck. Nathan Boothe (16 Punkte/8 Rebounds) und Vojdan Stojanovski (14 Punkte) zählten zu den Aktivposten bei den homogen auftretenden Oldenburgern, die auf Haris Hujic (Muskelverletzung) und Marcel Keßen verzichten mussten. Center-Talent Keßen war im Training umgeknickt und muss deshalb einige Tage pausieren.

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