BREMEN - Die Siegesserie der EWE Baskets Oldenburg ist in würdigem Rahmen zu Ende gegangen. Nach der 68:73 (38:43)-Niederlage des Basketball-Bundesligisten gegen die Eisbären Bremerhaven im Bremer AWD-Dome dürfen sich die bereits für die Playoffs qualifizierten Oldenburger damit trösten, Teil eines großen Spektakels gewesen zu sein.
9450 Zuschauer sorgten am Sonntagnachmittag durch ihr Erscheinen beim nach Bremen verlegten Heimspiel der Eisbären für einen Saisonrekord im Oberhaus. Sie bekamen eine abwechslungsreiche und spannende Partie zu sehen, in der die Baskets nach zuvor zehn Siegen am Stück wieder als Verlierer vom Feld gingen. Ausschlaggebend für den Bremerhavener Erfolg war der riesige Einsatzwille der Eisbären, die im Kampf um das Erreichen der Meisterrunde jeden Sieg brauchen.
Das war ein guter Tag für den Basketball mit einer tollen Atmosphäre, sagte Oldenburgs Trainer Predrag Krunic. In der zweiten Halbzeit hatten die Bremerhavener in den entscheidenden Szenen jeweils knapp die Nase vorn. Bei uns haben ein paar Kleinigkeiten bei den Rebounds und beim Passspiel gefehlt.
Ein Blick auf den Punkteverlauf verdeutlicht die Wellen, durch die Spieler und Zuschauer gingen. Einer 7:0-Führung der Oldenburger folgte ein 10:0-Lauf der Eisbären. Mitte des zweiten Viertels lag die Krunic-Mannschaft bereits mit 15 Punkten zurück (21:36), um genau einen Abschnitt später plötzlich auf den elften Erfolg in Serie zuzusteuern (51:48).
Dass dieser doch nicht zustande kam, lag unter anderem an einem famos aufspielenden Anthony Tolliver. Der Eisbär war mit 19 Punkten bester Werfer seines Teams und holte elf Rebounds kein Spieler auf dem Feld wies in diesen Kategorien bessere Werte auf.
Im Schlussviertel keimte bei den Baskets bei einem 61:63-Rückstand noch einmal Hoffnung auf. Rickey Paulding vergab allerdings zwei Freiwürfe, und als ein Bremerhavener den Rebound des zweiten Wurfes holte, foulte Milan Majstorovic ihn das wars aus Oldenburger Sicht.
Richtig Spaß in der spannendsten Phase hatte Branimir Longin. Der Kroate, der zu Beginn der Oldenburger Siegesserie überragende Leistungen abgeliefert hatte, war nach zuletzt schwächeren Partien nun wieder voll da. Mit 18 Punkten war er auch bester Baskets-Werfer. Auf seine gute Form sind die Oldenburger angewiesen, wenn sie in den Playoffs erstmals das Halbfinale erreichen wollen.
Baskets-Aufbauspieler Jason Gardner wird an diesem Montag wegen des Todes seines Vaters in die USA reisen. Im Heimspiel gegen Jena am Sonntag (18 Uhr, EWE-Arena), will der Amerikaner aber wieder mitwirken.
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Branimir Longin war mit
18 Punkten
bester Werfer der Oldenburger
