BREMEN - Die EWE Baskets Oldenburg haben nur noch theoretische Chancen, die erste Gruppenphase der Euroleague zu überstehen. Am Donnerstag verlor der deutsche Basketball-Meister in Bremen gegen AP Gdynia (Gdingen/Polen) mit 80:82 (41:36). Damit weisen die Baskets nach sechs Partien nur einen Sieg auf und bleiben Tabellenletzter. Schwacher Trost für das Team von Trainer Predrag Krunic: Durch den 87:81-Hinspielsieg würden die Oldenburger am Ende bei Punktgleichheit aufgrund des gewonnenen Direktvergleiches vor den Polen liegen. Ihre nächste Euroleague-Partie bestreiten die Oldenburger am kommenden Mittwoch bei AJ Mailand.

„Es war eine unglückliche Niederlage“, sagte Krunic. „Ich bin trotzdem zufrieden, weil meine Mannschaft gut gekämpft hat. Am Ende haben wir schlechte Entscheidungen getroffen. Eine erfahrene Mannschaft wie Gdynia nutzt so etwas aus.“

2400 Zuschauer bei einem Profibasketball-Spiel in Deutschland bedeuten eine allenfalls mäßige Kulisse. Im über 8000 Besucher fassenden Bremer AWD-Dome wirkten die Besucher zudem reichlich verloren. Die Partie war nach Bremen verlegt worden, da die Oldenburger Euroleague-Spielstätte Weser-Ems-Halle bereits für eine Veranstaltung geblockt war.

Zwar konnte der jüngst zweimal umgeknickte Rickey Paulding wieder mitwirken. Dennoch hatte der angereiste Gastgeber Oldenburg in der fremden Halle einige Probleme, seinen Rhythmus zu finden. Die Baskets hielten ihren Gegner im ersten Viertel unter anderem auch durch sechs Ballverluste im Spiel.

Bei den Gästen beeindruckte der deutsche Nationalspieler Jan-Hendrik Jagla mit einigen sehenswerten Blocks. Er konnte aber nicht verhindern, dass der deutsche Meister im Laufe des zweiten Viertels langsam davonzog (32:24/16. Minute). Zur Pause führte Oldenburg mit fünf Punkten (41:36).

Gdynia wahrte dank Qyntel Woods (insgesamt 25 Punkte) und David Logan (19) seine Siegchance, zudem erlaubten die Baskets den Gästen erschreckend viele Offensivrebounds. Als dann in der Schlussminute eine umstrittene Aktion von Pape Sow gegen Milan Majstorovic nicht gepfiffen wurde und die Gäste somit in Ballbesitz kamen, war die Partie entschieden. Bester Baskets-Werfer war Jasmin Perkovic (12 Punkte), vier weitere Spieler kamen auf zweistellige Werte.

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