Bremerhaven - Die EWE Baskets Oldenburg haben den dritten Bundesliga-Sieg in Serie eingefahren. Am Samstagabend gewannen die Basketballer von Trainer Mladen Drijencic das Nordderby bei den Eisbären Bremerhaven in der mit 4050 Zuschauern ausverkauften Stadthalle mit 90:80 (40:41). Bester Werfer der Oldenburger war Rickey Paulding mit 21 Punkten. Für die Bremerhavener, deren Sorgen im Abstiegskampf sich durch die Niederlage weiter vergrößerten, erzielte Ivan Elliott die meisten Punkte (17).

Bei der Vorstellung der Mannschaften nannte der Hallensprecher zwar richtigerweise Arne Woltmann als Trainer der Gastgeber, auf der Videoleinwand war parallel dazu aber noch immer ein Filmchen mit Sebastian Machowski zu sehen – von diesem hatten sich die Eisbären kurz vor Weihnachten getrennt. Sein Nachfolger hatte die Bremerhavener offenbar gut auf das Spiel gegen den Favoriten aus Oldenburg eingestellt. Im ersten Viertel wechselte die Führung mehrere Male, nach zehn Minuten führten die Baskets mit 23:22.

Die Oldenburger, bei denen Maxime De Zeeuw kurzfristig wegen einer Entzündung im Fuß ausfiel, hatten auch im zweiten Viertel Probleme, ihre spielerische Überlegenheit umzusetzen. Die Partie blieb sehr umkämpft, zur Halbzeitsirene stand es 41:40 für die Eisbären. Angefeuert von rund 300 mitgereisten Baskets-Fans schaffte es das Drijencic-Team schließlich im dritten Viertel, sich etwas abzusetzen (57:49/26. Minute). Die Hoffnungen der Bremerhavener, möglicherweise den dritten Saisonsieg einzufahren, währten im Schlussabschnitt nur kurz. Isaiah Philmore schraubte in der 31. Minute den Vorsprung erstmals auf mehr als zehn Punkte (72:61), kurz danach verwandelte Paulding zwei Freiwürfe zum 74:61 für Oldenburg. Anders als in den Partien zuvor gaben sich die Eisbären aber nicht auf, sondern hielten bis zur Schlusssirene dagegen. Der Sieg der nun deutlich reifer auftretenden Oldenburger geriet dadurch aber nicht mehr in Gefahr.

Ihre nächste Partie bestreiten die Baskets bereits an diesem Dienstag. Dann trifft das Team um 19 Uhr in der großen Arena auf die Riesen Ludwigsburg.