BREMERHAVEN - In der Bremerhavener Stadthalle fühlen sich die EWE Baskets Oldenburg offenbar am wohlsten, wenn es im Auswärtsspiel gegen die Eisbären Bremerhaven geht. Am Sonntag setzte sich der deutsche Basketball-Meister im Bundesligaspiel vor 3620 Zuschauern mit 88:80 (44:44) in der Heimstätte des Nordrivalen durch. In den vergangenen drei Spielzeiten hatten die Bremerhavener die Partie jeweils nach Bremen verlegt und waren dabei gleich zweimal gegen die Oldenburger siegreich gewesen.

Für die Baskets war es der vierte Auftritt innerhalb von acht Tagen. Zum dritten Mal nicht dabei war Jason Gardner, über dessen Rückenverletzung es von den Baskets weiterhin keine genaue Auskunft gibt. Anfang dieser Woche soll es nun endlich eine Diagnose geben. Das Aufbauspiel teilten sich daher wieder Daniel Hain und Je‘Kel Foster, wobei Letzterer auch als Punktesammler glänzte. Mit 23 Zählern war er zweitbester Werfer nach Jasmin Perkovic (26).

Beeindruckend am Spiel der Oldenburger ist in diesen Tagen die Fähigkeit, nach einem Festtag auch den Alltag konzentriert zu bewältigen. Nach dem europaweit für Aufsehen sorgenden 87:81-Euroleague-Triumph beim polnischen Meister AP Gdynia am vergangenen Mittwoch hielt das Team sowohl am vergangenen Freitag beim 83:62-Sieg gegen Düsseldorf als auch beim Erfolg in Bremerhaven die Spannung hoch. Dabei stellten die gut in die Saison gestarteten Bremerhavener allerdings eine ganz andere Hürde dar als die Düsseldorfer. Mit der Halbzeitsirene gelang den Eisbären der 44:44-Ausgleich, nachdem der Meister lange knapp geführt hatte.

Im dritten Viertel wurde die Strategie der Oldenburger dann ernsthaft auf die Probe gestellt. Die Gastgeber gingen dank ihres beständig punktenden Quartetts Torrell Martin, Louis Campbell, Rodney Buford und Jeff Gibbs mehrmals in Führung. Im Schlussviertel war es dann wieder die Beständigkeit des Oldenburger Kollektivs, die eine Niederlage abwendete. Den Weckruf stellten aber Einzelaktionen dar. Rickey Paulding und Ruben Boumtje Boumtje zeigten mit krachenden Dunkings, dass der Meister stets imstande ist, sich zu wehren. Die Spannung bei Trainer Predrag Krunic und bei den rund 350 mitgereisten Fans löste sich aber erst kurze Zeit später, als Perkovic 2:27 Minuten vor Schluss per Dreier zum 85:77 für Oldenburg traf.

Der nächste Festtag steht für die Baskets bereits an diesem Mittwoch an. Dann kommt AJ Mailand um 20 Uhr zum ersten Euroleague-Heimspiel in die Weser-Ems-Halle.

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