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Bbl-Playoffs Gegen Ulm Darum ziehen die Baskets ins Finale ein

Christopher Deeken

Oldenburg - Die EWE Baskets Oldenburg stehen kurz davor, erstmals seit 2013 wieder das Playoff-Finale der Basketball-Bundesliga zu erreichen. Mit 2:1 führt der deutsche Meister von 2009 in der Halbfinalserie gegen Ratiopharm Ulm, im Heimspiel an diesem Dienstag (19 Uhr/große EWE-Arena) will die Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic mit dem dritten Sieg auch den letzten Schritt machen. Zwar gäbe es bei einer Niederlage am Donnerstag eine weitere Chance in Spiel fünf in Ulm – doch die NWZ nennt fünf Gründe, warum die Baskets bereits heute Abend den Finaleinzug perfekt machen.

1.) Die Euphorie

Der psychologische Vorteil liegt aufseiten der Baskets. Nach der zähen Hauptrunde war die Erwartungshaltung vor den Playoffs gering, die meisten Experten und Fans rechneten mit einem frühen Aus der Oldenburger. Doch mit Beginn der Meisterrunde präsentiert sich das Team wie ausgewechselt: Spätestens seit der berauschenden Rekord-Aufholjagd in Spiel zwei gegen Ulm ist das Selbstbewusstsein bei Rickey Paulding und Co. riesig – genauso wie die Euphorie der Fans. Die Karten für das Heimspiel an diesem Dienstag waren schon 45 Minuten nach dem Verkaufsstart vergriffen.

In Ulm hingegen ist die Stimmung am Tiefpunkt angekommen, bei der 61:68-Heimniederlage am vergangenen Samstag verließen viele enttäuschte Zuschauer bereits vor der Schlusssirene die Halle. Platz eins nach der Hauptrunde hatte Titelträume in Ulm geweckt – jetzt droht den Schwaben ein bitteres und unerwartetes Saisonende.

2.) Die Baskets-Defensive

Die Defensive war lange Zeit eine der größten Baustellen bei den Baskets. Dies ließ nichts gutes für das Duell mit den Ulmern vermuten, die über Monate mit spektakulärem Offensiv-Basketball begeistert hatten. Zuletzt aber fand Drijencic die richtige Taktik, um Ausnahme-Könner wie Raymar Morgan oder Chris Babb in Schach zu halten. Was in der zweiten Halbzeit des denkwürdigen zweiten Spiels begann, setzte sich in der der dritten Partie fort. Ulm erzielte nur 61 Punkte, so wenige wie erst einmal in dieser Bundesliga-Saison. „Oldenburg hat es geschafft, uns zu Einzelaktionen zu zwingen. Wir haben den Team-Basketball, der uns die ganze Saison über ausgezeichnet hat, nicht gezeigt“, sagte Ulms Trainer Thorsten Leibenath.

3.) Impulse von der Bank

Einer der Gründe für die holprige Hauptrunde der Baskets war das zu große Leistungsgefälle innerhalb des Teams. Clubchef Hermann Schüller forderte zwischendurch sogar öffentlich mehr Engagement von den Spielern aus der zweiten Reihe. Jetzt kann davon keine Rede mehr sein: Dominic Lockhart, Dennis Kramer oder Jannik Freese lieferten in der Serie gegen Ulm wichtige Impulse von der Bank.

Ulms Coach Leibenath fehlen hingegen gerade auf den großen Positionen die Alternativen, wo Morgan und Augustine Rubit seit Wochen nahezu auf sich alleine gestellt sind. Umso mehr sehnen sich die Ulmer die Rückkehr von Da’Sean Butler herbei, der seit sechs Wochen wegen einer Daumenverletzung ausfällt. Leibenath deutete an, dass der Power Forward sein Comeback feiern könnte.

4.) Der Heimvorteil

In der heimischen Arena haben die Baskets in der Hauptrunde nur vier Spiele verloren, in den Playoffs noch nicht eins. Auch heute Abend setzt Drijencic wieder auf die Unterstützung der 6000 Zuschauer: „Wir werden über die Schmerzgrenze gehen müssen und dann werden auch unsere Fans wieder zum entscheidenden Faktor.“

5.) Rickey Paulding

Wenn nichts mehr geht, haben die Baskets immer noch ihren Kapitän. Paulding (34) macht in dieser Halbfinalserie bislang den Unterschied. Das Baskets-Urgestein verkörpert den puren Siegeswillen und war in Spiel zwei (28 Punkte) und in Spiel drei (19) bester Werfer. Ein Finale ohne diesen Paulding? Unvorstellbar.

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